Hamburger Duo überzeugte mit schönen Stimmen

Foto: Funke Foto Services

Rees.  Es war ein milder Freitagabend, an dem nach und nach die Gäste in die überschaubare, aber intime Atmosphäre der Antikscheune Schell am Reeserward kamen. „Das machen wir jetzt schon seit fünf Jahren, und wir versuchen immer, etwas Besonderes zu präsentieren“, war Gastgeber Gerfried Schell entspannt-zuversichtlich, auch diesmal einen guten Griff getan zu haben.

Bereits im Frühjahr hatte die Hamburger Gitarristin und Sängerin Agata Paulina mit zwei anderen Musikern den Weg in das gemütliche Resserward-Ambiente gefunden. Diesmal präsentierte sie sich mit ihrer kongenialen Hamburger Partnerin Meike Schrader an den Tasten - zum Abschluss ihrer kleinen Mini-Deutschlandtournee „SICHTBAR.leise“und ihrem erst siebten (!) gemeinsamen Konzert überhaupt.

Was die Zuhörer in den zwei Stunden des Konzerts erleben durften, waren zwei zarte junge Mitzwanzigerinnen mit hellen, warmherzig-wohlklingenden Stimmen, einem ganz hervorragenden Songwriting mit einer Mischung aus Balladen, weichen Songperlen, leicht angeswingten Melodien und einer Reihe sehr persönlicher, fast intimer musikalischer Momente. Ergänzt wurde das Ganze durch schöne Klangelemente wie Mandoline, Glockenspiel oder Melodika.

Das „Fundament“ für diesen besonderen Abend legten sie mit dem gleichnamigen Stück, ehe sie neunzehn weitere, poetische, lyrische Akustiksongs präsentierten - mal die eine, mal die andere mit ihrem Song im Vordergrund, mal mit Popcharakter, dann als Chanson, Balladenjuwel oder im angedeuteten Bossa Nova-Gewand. Schon in der Pause zeigten sich die Zuhörer von dem Dargebotenen angetan: „Ich mag so balladenartigen Klänge“, war der frühere Reeser Stadtplaner Michael Hoffmann begeistert.„Das letzte Mal mit Agatha war schon toll. War klar, dass es wieder super wird“, fand die Kalkarerin Nicole Dulda von der Linden die angemessenen Worte: „Klingt feinfühlig, aber total lebendig.“

Diese Melange aus sensiblen Klängen und innigen Texten setzte sich im zweiten Teil fort - ergänzt durch Fragen, die das Publikum in der Pause für das Duo notieren durfte und die zwischen den Liedern beantwortet wurden. Dabei entstanden so romantisch-optimistische Songs wie „Das Grün in Deinen Augen“ mit Meike Schrader und den Zeilen „So gehen wir voran und glauben fest daran, dass unserer Liebe nichts passieren kann“. Agata Paulina besang die Geschichte von „Jedviga“ , der Nachbarin ihrer Großmutter. Ungeheuer nahe kam den Zuhörern die Ballade „Wenn morgen nie kommt“ .

Zum Ende gingen die beiden in das Publikum, sangen das Lied „Die Stille“ und wurden von angenehm berührten Zuhörern mit Beifall verabschiedet. Agata Paulina bedankte sich bei Gastgeber Gerfried Schell herzlich und den Tourabschied mit einem Versprechen verband: „Ein toller Abend, wir kommen gerne wieder.“

 
 

EURE FAVORITEN