Gutes Trinkwasser für Heim in Indien

Maria Raudszus
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Millingen.  Die Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) St. Josef Millingen war spontan zur Hilfe bereit, nachdem Kaplan Christu Raju Mandagiri von den Schwierigkeiten mit dem Trinkwasser in seiner Heimat Indien in einem Vortag berichtet hatte. Dort kann man nämlich nicht überall einfach den Wasserhahn aufdrehen. Die KAB spendete einen Betrag in Höhe von 270 Euro. Mit diesem Betrag reiste der Kaplan im Februar in seine Heimat.

Bischof Moses Prakasam

Das Geld sollte eigentlich nach Siddayapalem in Südindien, dem Heimatdorf von Kaplan Chistus Eltern, fließen. „Dort hätten wir aber nur einer einzigen Familie helfen können“, so der Seelsorger. Daher nahm der Weltpriester, der seit zweieinhalb Jahren in der Seelsorgeeinheit St. Quirinus Millingen und St. Georg Haldern tätig ist, Kontakt zum Bischof seiner Heimatdiözese Nellore, Bischof Moses Prakasam, auf. Bischof Prakasam schlug vor, die Trinkwasseraufbereitung in einer Einrichtung im südindischen Kobur einbauen zu lassen – einem Heim, in dem taubstumme Kinder leben. Kaplan Christu Raju Mandagiri unterbreitete dem Vorsitzenden der Millingener KAB Hubert Terhorst den Vorschlag und erhielt vom ihm das Okay.

Die neue Wasseraufbereitungsanlage ist inzwischen seit fast zwei Monaten in Betrieb und sorgt in der Einrichtung für gutes Trinkwasser für die 25 Mädchen und Jungen, wie auch für das Betreuungspersonal.