Gute Aussichten auf transparente Wände

Maria Raudszus

Rees.  Bürgermeister Christoph Gerwers und Bauamtsleiterin Elke Strede haben im gestrigen Erörterungstermin für den Betuwe-Planabschnitt 3.2 Millingen-Empel noch einmal mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass es in Hinblick auf die Beseitigung der Bahnübergänge nur eine Reihenfolge geben kann: erst komplette Fertigstellung der Umfahrung, dann erst Beseitigung der Bahnübergänge. „Dies müssen wir als Stadt weiter im Blick haben“, so Gerwers, weil nicht nur Bahn, sondern auch der Landesbetrieb Straßen involviert sei.

Etwa 100 Personen fanden sich zu Beginn des Erörterungstermins ein, zum Ende der Veranstaltung gegen 18.15 Uhr waren noch etwa 50 Einwender, Privatpersonen wie auch Vertreter öffentlicher Belange, anwesend.

Zunächst einmal hatte die DB Netz AG als Vorhabenträgerin das Projekt noch einmal vorgestellt. Danach wurden die Träger öffentlicher Belange gehört. Seitens der Stadt waren auch Vertreter des Abwasserbetriebs und die Stadtwerke vor Ort.

„Die Argumente wurden insgesamt ruhig und sachlich vorgetragen“, beschrieb Christian Brämswig. Pressesprecher bei der Düsseldorfer Bezirksregierung, die Stimmung. Von den 100 Anwesenden waren rund 90 private Einwender. Den größten Raum in der Diskussion nahmen die Themen Lärm und Lärmschutz, Erschütterungen sowie Sicherheitslage an der Ausbaustrecke in Anspruch, so Brämswig.

Einen Teilerfolg konnte die Stadt verbuchen hinsichtlich der transparenten Lärmschutzwände für Millingen und Empel, aber auch für Haldern. Hier sicherte die DB Netz AG zu, das Thema noch einmal mit der Stadt besprechen zu wollen. Auch in Hinblick auf die städtebaulich attraktiven Rad- und Fußwege, die bei den Konsensverhandlungen vereinbart worden waren, signalisierte die Bahn, diese Varianten ins Verfahren aufzunehmen.

Der nächste Erörterungstermin ist am heutigen Dienstag im Reeser Rathaus um 10 Uhr, Einalls ist ab 9 Uhr.