Günter Boland feierte 75. Geburtstag

Maria Raudszus
GŸnter Boland, Ortvorsteher von Rees Millingen, in seinem Garten. Vor wenigen Tagen feierte er seinen 75. Geburtstag.
GŸnter Boland, Ortvorsteher von Rees Millingen, in seinem Garten. Vor wenigen Tagen feierte er seinen 75. Geburtstag.
Foto: WAZ FotoPool
Sein Amt als Ortsvorsteher bereitet ihm Freude. In dieser Funktion vertritt der CDU-Politiker die knapp 3000 Bürger von Millingen.

Millingen.  Wo immer Günter Boland in Millingen auftaucht, die Betuwe ist stets ein Thema. „Weil die Sorge um eine mögliche Zerschneidung des Dorfes die Menschen umtreibt, seit wir die Bahnpläne gesehen haben, die nur ein dunkles Mauseloch vorsehen“, sagt der Ortsvorsteher. Vor wenigen Tagen ist der in Werth aufgewachsene Boland 75 Jahre alt geworden. Grund für die NRZ, mit dem Jubilar zurückzuschauen.

Repräsentative Aufgaben

Gefeiert hat Boland nur in kleinem Kreis. Ehemalige Arbeitskollegen, Schützenbrüder, einige Nachbarn haben gratuliert. Und natürlich war seine Familie an seiner Seite. „Es ist schon ein Geschenk, so alt geworden zu sein, bedenkt man, dass weder meine Eltern noch meine Schwiegereltern dieses Alter erreicht haben“, sagt der Millingener. Er hofft, dass ihm noch einige Jahre bei guter Gesundheit bleiben. „Was Voraussetzung dafür ist, dass ich auch mein Amt als Ortsvorsteher ausüben kann“, sagt er. Eine Aufgabe, die ihm Freude macht. „Es sind ja im Westlichen repräsentative Aufgaben“, sagt er nachdenklich. „Viel bewirken kann man in dieser Funktion ja nicht, aber dennoch bin ich Ansprechpartner für die Sorgen der Millingener“, ist ihm bewusst.

So wurde er oft auf die mögliche Zukunft des Fuchsbaus und der Gaststätte „Zur Post“ – Hartmann angesprochen. Und natürlich auf die Betuwe. Hier hat er als Ortsvorsteher die Millingener Vereinsvorsitzenden informiert, als es darum ging, eine gemeinsame Forderung für die Lösung in der Ortsmitte zu formulieren. Er war auch dabei, als am 1. März 2014 die 1174 Unterschriften nach Berlin gebracht wurde, die Dr. Barbara Hendricks und Ronald Pofalla Rückenwind bei ihrer Argumentation zugunsten einer kleinen Pkw-Unterführung geben sollen. „Ich glaube, dass Pofalla auch in seiner neuen Position bei der Bahn uns gewogen bleibt und sich für unsere Interessen einsetzt“, ist Günter Boland überzeugt.

Derzeit ist Günter Boland viel in seinem 3000 qm großen Garten, erntet Tomaten, Kartoffen und Zucchini oder tuckert mit dem Aufsitzmäher über den Rasen. Ansonsten gehören Kegeln und natürlich seine fünf Enkelkinder zu seinen Passionen. Dass der 75-Jährige immer noch politisch aktiv ist, hat der ehemalige Bürgermeister Dr. Bruno Ketteler eingestielt. Nach dem Tod seines Vorgängers Heinz Giesen fragte Ketteler ihn, ob er nicht das Amt des Ortsvorsteher übernehmen wolle. Das war 2002. Seither setzt er sich für die Interessen der knapp 3000 Einwohner von Millingen ein. Von denen er viele persönlich kennt. „Die Hälfte von ihnen bestimmt“, sagt er mit Schmunzeln.