Großartige Musik in Rees ließ Regen vergessen

Hans Wimmers
Das 2. Klappstuhlkonzert des Gymnasiums Aspel unter Leitung von Dr. Janine Krüger war auch im PZ gut besucht.
Das 2. Klappstuhlkonzert des Gymnasiums Aspel unter Leitung von Dr. Janine Krüger war auch im PZ gut besucht.
Foto: WAZ FotoPool
Das zweite Klappstuhlkonzert musste wetterbedingt im Pädagogischen Zentrum stattfinden. Die Besucher brachten dennoch ihre Sommerstühle mit.

Rees.  Das Wiegenlied des Seelöwen hätte so toll zum geplanten Open Air-Konzert im Skulpturenpark gepasst – wenn doch nur der Wettergott ein Einsehen gehabt hätte. Doch Dr. Janine Krüger konnte trotzdem im PZ des Schulzentrums, in das man kurzfristig ausgewichen war, 300 Gäste zum 2. Klappstuhlkonzert des Gymnasiums Aspel begrüßen.

Es machte auch im PZ seinem Namen Ehre, denn viele waren mit ihren Klappstühlen unterschiedlicher Bauart gekommen um dabei zu sein. Natürlich konnten sich die Gäste auch an den vorhandenen Stapelstühlen bedienen und so wurde es eine rundum gelungene Veranstaltung mit hervorragenden musikalischen Leckerbissen, die immer wieder zu Beifallsstürmen führten. Die Darbietungen waren gut aufeinander abgestimmt, die Organisation klappte ausgezeichnet und man wunderte sich, wie viele Talente ihr Können zeigten. Nicht vergessen sollte man die gut dosierte Technik, die bei angenehmer Lautstärke das Zuhören zum Vergnügen machte.

Sechs Royals

Nach einem Auftaktlied (California Dreamin’) des Aspelchores und der Band stellten sich sechs „Royals“ der 7c vor, unterstützt von einem Instrumentalensemble und der Musikpädagogin am Klavier. Mit dem „Siciliano“ aus einer Sonate von J. S. Bach und der Arie des Vogelfängers aus der „Zauberflöte“ von W. A. Mozart sicherten sich die beiden Solistinnen Lale Schenk und Alena– Marie Wenning auf der Querflöte den ersten herzlichen Beifall. Mit „Valerie“ und „Don’t Stop the Music“ zeigte das 25-köpfige Vokalensembles, wie fasziniert sie von der musikalischen Aussage der Stücke waren.

Mehrere Solobeiträge sorgten für lang anhaltenden Applaus. Da war zunächst Leander Hallepape, (E-Piano Pauline Voß) der mit seiner angenehmen weichen Stimme in Erinnerung bleibt. Greta Franken weckte Erinnerungen an die Interpretationen vieler Sänger mit dem Lied „Over the Rainbow“. Vergessen werden sollten nicht die Solistinnen des zweiten Teils. Marina Thiel wusste: „Das Leben ist schön!“ Ebenso schön klang ihre Stimme. Auch Rebecca Lamers (Don’t Let The Sun Steal You a-way) und Barbara Jansen, die fest-stellte, dass alles vergänglich ist, gefielen durch ihre weichen, doch sehr ausdrucksvollen Stimmen.

Jonathan Gabel machte schon im letzten Jahr alle Zuhörer durch seine Interpretationen auf dem Klavier, die seiner eigenen Initiative entsprangen, aufmerksam. Das wiederholte sich auch jetzt. Man sollte nicht vergessen, noch zwei Beiträge aus dem klassischen Bereich erwähnen. Bea-Talena Naves, Horn, entlockte ihrem Instrument angenehme Melodien aus der Romanze „von Camille Saint-Saens“ und das Streichquartett der Klasse 9 erfreute mit „Who Wants to Live Forever“.

Schulleiter Klaus Hegel traf abschließend den richtigen Ton, als er besonders eine Person in seinen Dank für eine gelungene Veranstaltung einbezog: „Frau Dr. Krüger, Sie sind der Motor des Ganzen. Ich freue mich schon auf das dritte Klappstuhlkonzert.“