Geld der Stadt gut angelegt

Stephanie Gorgs
Die SPD besuchte die Feuerwehr in Huethum Das Gebaeude wurde renoviert und erweitert. Foto Dirk Schuster WAZ FotoPool
Die SPD besuchte die Feuerwehr in Huethum Das Gebaeude wurde renoviert und erweitert. Foto Dirk Schuster WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Emmerich. Trotz gelungener Investitionen sind die Probleme, die es bei der Feuerwehr gibt, nicht von der Hand zu weisen. Dies stellte Martin Bettray, Leiter der vier Löschzüge in Emmerich, klar heraus.

Zehn Mitglieder der SPD Ratsfraktion Emmerich konnte er in der renovierten Feuerwache Hüthum-Borghees zu einer Besichtigung begrüßen.

„Wir veranstalten so ein Treffen natürlich nicht ganz uneigennützig“, gestand Bettray und wies auf die Sorgen der Feuerwehr hin. Dabei sprach er zum einen das Thema Betuwe an. Bei Unfällen an Gleisen seien es die geplanten Schallschutzwände, aufgrund derer man kaum noch zum Einsatzort gelangen könne. „Die Bahn hat inzwischen erhebliches Entgegenkommen signalisiert“, so Bettray, der dennoch befürchtet, dass wahrscheinlich nicht alles umgesetzt werde, was für notwendig erachtet werde. Ein weiterer Sorgenpunkt seien die „Riesenprobleme, Nachwuchs zu generieren.“

Allerdings hatte dieses Treffen einen anderen Fokus, nämlich zu zeigen, „wofür die Investitionen der Stadt benötigt werden“, so Bettray. Ohnehin werden in regelmäßigen Abständen die verschiedenen Fraktionen eingeladen, erklärte er, um über feuerwehrrelevante Themen zu sprechen. Diesmal konnten der 125 Quadratmeter Anbau, die neuen Uniformen sowie eins der insgesamt drei neu erstandenen Fahrzeuge für die Gesamtfeuerwehr auf dem Hüthumer Gelände präsentiert werden.

Gut durchdachte Erneuerungen

„Der Wärmebedarf des Gesamtobjektes ist unverändert“, erläuterte Ludger Niemann, stellvertretender Leiter Fachbereich Immobilien, die Effizienz des Anbaus bei einem Rundgang. „Es gibt neue Parkmöglichkeiten, die Spinde wurden erneuert und die Umkleiden befinden sich nun nicht mehr in den Fahrzeughallen“, schilderte er einige Veränderungen.

Für die Präsentation des neuen Sonderlöschfahrzeugs im Wert von 330.000 Euro war der Löschzugführer der Stadt, Jörg Heimann, zuständig. „Dieses Fahrzeug kann 5.000 Liter Wasser in nur zwei Minuten abgeben“, lautete eine Angabe, die die Besucher zum Staunen brachte. Der Löschzugführer der Hüthumer Feuerwehr, Marco Kapelle, resümierte, dass in 2011 etwa 60 Einsätze von der Hüthumer Feuerwehr mit abgefahren worden seien. Aufgrund häufiger Einsätze seien „gutes Equipment und die Erweiterung der Räumlichkeiten umso wichtiger.“ Demnach konnte Hinze am Ende das Fazit ziehen: „Das Geld wurde gut ausgegeben.“