Feuerteufel in Emmerich weiter auf freiem Fuß

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Emmerich.. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Kleve teilen jetzt mit, dass der 33-jährige Verdächtige nicht der Brandstifter sein kann, der in Emmerich in drei Nächten 16 Autos entzündet hat. Staatsanwaltschaft setzt 1500 Euro Belohnung aus.

Die Emmericher Bürger müssen weiterhin mit Brandstiftungen rechnen. Der Feuerteufel ist noch nicht gefasst, wie jetzt die Kreispolizeibehörde und die Staatsanwaltschaft Kleve mitteilen. Der 33-jährige Tatverdächtige, der nach der dritten Serie am 3. September in Tatortnähe festgenommen wurde, musste aus der Untersuchungshaft freigelassen werden.

Bei dem Mann aus Rheinland-Pfalz wurden damals 30 Gramm Amphetamin-Pulver und 100 Gramm einer entzündlichen Paste gefunden. Die Paste ist jedoch kein Brandbeschleuniger, wie zunächst angenommen, sondern „ein brennfähiges, nicht handelsübliches Amphetamin“, wie Polizeisprecher Heinz van Baal erklärt. „Als wir den Mann festgenommen haben, passte vieles zusammen“, so van Baal. Doch im Zuge der Ermittlungen sei der 33-Jährige entlastet worden.

Die Alibiüberprüfung sowie die Spurenauswertung (auch Spürhunde waren im Einsatz) ergaben, dass der Tatverdacht nicht aufrecht erhalten werden konnte. Das Verfahren wegen illegalen Drogenbesitz wird jedoch weitergeführt.

Die Ermittlungskommission geht jetzt davon aus, dass der am Sonntag, 22. August, beobachtete Verdächtige, der Täter ist. Die Beschreibung: zirka 30 Jahre alt, 1,80 Meter groß, schlank, mit dunklen mittellangen Haaren, ohne Bart, ohne Brille, bekleidet mit heller Jeanshose und -jacke – Typ „stonewashed“. Die Polizei bittet dringend um Hinweise unter 02822/7830. Jeder noch so unbedeutend wirkende Hinweis kann für die Ermittler von großer Bedeutung sein. Die Staatsanwaltschaft setzt für Hinweise, die zur Aufklärung der Brandserien führen, eine Belohnung von 1500 Euro aus.

Der Brandstifter hat bisher in drei Nächten 16 Fahrzeuge in Brand gesetzt. In einem Fall waren noch Menschen im Wohnmobil, die aber unverletzt blieben.

 
 

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