Erste Holzfassade am Übergangsheim ist fast fertig

Am neuen Übergangsheim an der Albert-Einstein-Straße wird fleißig gearbeitet. In Kürze ist die Holzfassade am ersten Gebäude fertig.
Am neuen Übergangsheim an der Albert-Einstein-Straße wird fleißig gearbeitet. In Kürze ist die Holzfassade am ersten Gebäude fertig.
Foto: FUNKE Foto Services
  • Teilweise sind bis zu 17 Handwerker gleichzeitig an der Baustelle im Reeser Gewerbegebiet im Einsatz
  • Anfang September ist das Gebäude bezugsfertig. Dann werden auch die neuen Betten aufgestellt
  • Im nächsten Monat ziehen 72 Bewohner der alten Flüchtlings-Unterkunft ins neue Übergangsheim

Rees..  Bis zu 17 Handwerker gleichzeitig sorgen derzeit dafür, dass der 2,85 Millionen Euro teure Neubau des Übergangsheimes für Flüchtlinge an der Albert-Einstein-Straße voll im Zeitplan liegt. „Das erste Haus wird Anfang September bezugsfertig sein“, versicherte Rene Schenk von der gleichnamigen Holzbau-Firma. „Das sieht schon gut aus mit der Holzfassade, überhaupt nicht wie ein Container pur“, lobt Bauamtsleiterin Elke Strede den Gesamteindruck.

Neue Betten werden bald aufgestellt

Wie die drei Häuser von außen aussehen werden, wenn sie komplett fertig sind, kann man jetzt schon gut erkennen. Am ersten Gebäude fehlt die Holzfassade nur noch teilweise an den Giebelseiten, während im Haus Maler und Trockenbauer wirbeln. „Die Wände sind weiß gestrichen, die Heizkörper montiert und die Steckdosen angebracht“, ist Schenk zufrieden.

Auch für die Fliesenspiegel in den Küchen und in den Sanitärbereichen liegen schon die Muro-Platten der Halderner Firma Plastic Team bereit und sind teilweise an den Wänden oder werden in Kürze zugeschnitten. „Dadurch ist alles sehr pflegeleicht, auch weil es keine Fugen gibt“, erklärt Elke Strede.

Wenn das erste Haus Anfang September fertig ist, werden die bereits georderten neuen Betten und das restliche Mobiliar aufgestellt. „Dann können die ersten 72 Bewohner von der alten Unterkunft umziehen“, kündigt die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung an. Vier Wochen später dürfte Haus 2 bezugsfertig sein. Mit den Arbeiten am dritten Gebäude, für das die Bodenplatte bereits liegt, wird am Montag gestartet, so Unternehmer Schenk.

„Zuerst stellen wir das Erdgeschoss auf“, erklärt der das weitere Vorgehen. Sobald die Fassade von Haus 2, die teilweise auch schon montiert ist, vollständig angebracht ist, so Schenk weiter, werde das Gerüst gleich am letzten Objekt aufgerichtet. „Hier geht wirklich alles nahtlos ineinander über“, lobt die Bauamtsleiterin das Management der Holzbau-Firma.

Als letztes Gebäude folgt übrigens noch ein Fahrradschuppen, für den ebenfalls die Bodenplatte schon gegossen wurde. „Sicher ist, dass wir hier alles bis zum Jahresende fertig haben, inklusive der Pflasterarbeiten im Außenbereich“, sind sich Strede und Schenk einig.

Laut Strede leben derzeit rund 340 Flüchtlinge in Rees. Um 280 Menschen kümmert sich die Stadt, rund 60 leben in der Zentralen Unterbringungs-Einrichtung Horizont. Im jetzigen alten Übergangsheim am Melatenweg, sprich in den Containern, sind im Moment rund 140 Personen untergebracht. „Bislang mussten wir keine neuen Flüchtlinge aufnehmen“, ergänzt Strede.

Alte Container bleiben stehen

Wobei klar ist, dass die alten Container eher nicht zurückgebaut werden – falls doch noch neue Zuweisungen erfolgen. Vor Wochen hatte Rees Bürgermeister Christoph Gerwers nämlich laut darüber nachgedacht, ob die Unterkünfte, obwohl im Gewerbegebiet, später auch als Sozialwohnungen genutzt werden können. Darüber entscheidet aber Düsseldorf.

 
 

EURE FAVORITEN