„Empel benötigt keine Pkw-Unterführung“

Variante Meyboom: Die Trasse würde über die Straße Am Bogen führen, unter die Bahngleise geleitet und an der anderen Seite auf die Hüttenstraße geführt.
Variante Meyboom: Die Trasse würde über die Straße Am Bogen führen, unter die Bahngleise geleitet und an der anderen Seite auf die Hüttenstraße geführt.
Foto: NRZ Emmerich
„Wir brauchen keine Unterführung, weil wir schon eine Pkw-Überführung der B 67 haben“, argumentiert Kurt Born. Die derzeitgen Trassen reichen aus, meinen einige Bewohner der Straße Am Bogen.

Empel..  Eines steht für Kurt Nienhuysen sowie das Ehepaar Brigitte und Kurt Born fest: Empel braucht keine Pkw-Unterführung. Weder die Kottowski-Lösung mit hufeisenförmigem Schwenk in nordöstlicher Richtung von der Reeser Straße aus, noch die Meyboom-Variante über die Straße Am Bogen unter den Bahnschienen hindurch mit Anbindung an die Hüttenstraße. „Wir brauchen keine Unterführung, weil wir schon eine Pkw-Überführung (B67) haben“, sagt Kurt Born klipp und klar.

Heute noch Spielstraße

Die drei Empeler wohnen Am Bogen, der Straße, die bei der Meyboom-Variante zum Zubringer zur Unterführung werden würde. „Dafür haben wir hier nicht gebaut, dass eine Spielstraße zu einer Straße für Kfz-Verkehr entwickelt wird“, sagt Kurt Nienhuysen. Vor allem fürchten die drei, dass es dort zu langen Wartezeiten für die Autofahrer kommen könnte. „Weil der Verkehr ja einspurig geführt werden und über eine Ampelanlage geregelt werden soll“, so Kurt Born. „Zudem wird keiner den Motor abstellen, schon gar nicht im Winter“, ist der Empeler überzeugt.

Dabei ist die mögliche verkehrliche Veränderung auf der Straße für die Borns und Kurt Nienhuysen nicht das zentrale Argument. „Eine Pkw-Unterführung ist schlicht herausgeworfenes Geld“, sagt Nienhuysen. Es kämen nämlich nur unmerkliche Mehrbelastungen auf die Bürger zu, wenn der Bahnübergang erst dicht sei. „Schon jetzt gucken wir von der Hurler Straße aus in Richtung Bahn, um zu sehen, ob die Schranke geschlossen ist“, sagt Nienhuysen über seine Gewohnheiten. Da das oft der Fall ist, fährt er meist gleich Richtung B 67. Andere Autofahrer stellen sich vor die geschlossene Schranke, verlieren nach ein paar Minuten die Geduld und wenden“, haben die Borns vielfach beobachtet. Dann geht es letztlich doch wieder über die B 67.

Kurt Nienhuysen hat mal genau hingeschaut, und dabei festgestellt, dass die Vorteile einer Unterführung nur minimal sind. „Wollen Empeler, die westlich der Bahn wohnen, nach Millingen, nutzen sie die Hurler Straße, so oder so“, sagt er. Gleiches gilt für Fahrtrichtung Rees und Bocholt: Erst rauf auf die Hurler Straße, dann rechts auf die B 67 nach Rees, oder links ab nach Bocholt. „Wenn ich nach Haldern fahre, fahre ich derzeit über die Bahn, biege dann direkt dahinter scharf nach rechts in einen Wirtschaftsweg“, sagt Nienhuysen. Das wäre ohne Pkw-Unterführung künftig nicht mehr möglich. „Aber lösbar“, sagt der Empeler. Dann führe der Weg „mit machbarem Umweg“ über die Reeser Straße, dann nach links auf die B 67 Richtung Bocholt über die Eisenbahn hinweg und schließlich über die Halderner Straße nach Haldern. Vergleichbar sei das, wenn man nach Anholt und Dinxperlo wolle. Dann fahre man nach Überquerung der Bahngleise (B 67) in die Straße Schwarzer Weg. Born ist die Strecke mal abgefahren. „Das sind rund 600 Meter Umweg“, sagt er.

Wer östlich in Empel lebe und nach Millingen oder Vehlingen wolle, sei gut beraten, die Hurler Straße nicht zu wählen, sondern die Straße Schwarzer Weg zu nutzen, so Nienhuysen. Das sei schneller und unproblematischer. Für die Ost-Empeler, die nach Bocholt und Rees wollten, ändere sich eh nichts.

Außer Frage steht für die drei Empeler, dass es eine Unterführung der Reeser Straße für den Rad- und Fußverkehr geben muss und dass die Lösung nicht der zuerst angedachte Angstraum sein darf.

 
 

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