Eltern und Stadt kommen sich im Rheinpark entgegen

Diese junge Mutter zeigt den Mitarbeitern der Stadt Emmerich was es ihrer Meinung nach an dem Spielgerät im Rheinpark zu verbessern gibt.
Diese junge Mutter zeigt den Mitarbeitern der Stadt Emmerich was es ihrer Meinung nach an dem Spielgerät im Rheinpark zu verbessern gibt.
Foto: Thorsten Lindekamp
  • Eltern hatten sich immer wieder über Verletzungen ihrer Kinder an Spielgeräten beklagt
  • Mutter schlug vor, ein Seil zu spannen, an dem sich die Kinder festhalten können
  • Ein unbekannter Sponsor finanziert für die Jüngsten Schaukel, Wippe und Mini-Rutsche

Emmerich..  Bei frostigen Temperaturen beendeten Eltern und Stadt ihre Eiszeit im Rheinpark. Immer wieder hatten Eltern über Verletzungen ihrer Kinder an den Spielgeräten geklagt und nach mehr Spielgeräten gerade für die Jüngsten gerufen. Lange tat sich nichts. Bis gestern. Da trafen sich vor Ort sechs Mütter (mit Kindern) mit Jochen Kemkes und Frank Holtwick vom Fachbereich Stadtentwicklung. Auch zwei KBE-Mitarbeiter und Rüdiger Helmich, der früh auf das Gefahrenpotenzial hingewiesen hatte, gesellten sich hinzu. Und siehe da: Die Stadt machte einen Riesenschritt auf die Wünsche der Eltern zu.

Kinder nicht in Watte packen

Zunächst schaute man sich den Spielbereich für die über Sechsjährigen an. Hier wird moniert, dass Kinder das letzte Stück zur Rutsche balancierend über einen Balken zurücklegen müssen. „Wenn sie ausrutschen, fallen sie herunter und tun sich weh“, sagte Helmich. Er wollte wissen: „Warum kann die Plattform nicht einfach durchgezogen werden?“ Man sollte die Kinder nicht in Watte packen, meinte dagegen Frank Holtwick. Dass es auch mal weh tue, gehöre zum Abenteuer dazu und sei einkalkuliert. Jochen Kemkes sagte, die Spielgeräte seien bewusst so konzipiert, dass die Kinder ihren Mut bewiesen: „Sonst werden die Spielgeräte schnell langweilig.“ Man könnte die Rutsche dennoch nachbessern, um Gefahrenmomente abzumildern. Daniela Welling, Mutter der vierjährigen Marie, schlug vor, ein Seil zu spannen, an dem sich die unsicheren Kinder festhalten könnten. Eine Idee, die positiv aufgenommen wurde: „Das ist möglich, da kommen wir zusammen“, befand Kemkes. Jetzt muss noch genauer geprüft werden, wo und wie das Tau befestigt wird.

Gute Nachricht auch für Kinder ab drei. Sie bekommen für ihren Bereich noch eine Doppelschaukel, eine Wippe und eine kleine Rutsche, vielleicht mit Leuchtturm, passend zur Schiffsthematik. Kosten: ca. 5000 Euro. Ein Sponsor will die Kosten tragen. „Die Finanzierung steht“, sagte Kemkes. Daniela Welling freute sich über die Ankündigung: „Das wäre toll, wenn das klappen würde.“

 
 

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