Elten: Vereine können aufatmen

Elten. Der Vorschlag kann es in punkto Kosten mit der Deutschen Bahn AG locker aufnehmen. Das Betuwe-Paket, das die Stadt und die Ingenieurgruppe IVV aus Aachen für Elten schnürten, ist gegenüber früheren Alternativen verändert worden – und am Ende 600 000 Euro günstiger als bisherige Varianten.

Und es hat den Charme, den Weg für die seit langem gewünschte Ortsumgehung nicht zu versperren, um so die unzumutbaren und gefährlichen Verkehrsbelästigungen im Dorfkern zu verringern. Die Verwaltung spricht von einem „ausgewogenen, verkehrsgerechten Konzept“.

Autofahrer müssen
Bogen fahren

Im Ausschuss für Stadtentwicklung dürften die Korrekturen am städtischen Bahnübergangs-Beseitigungskonzeptes von 2009 am Dienstag, 25. Mai, 16 Uhr, ebenso grünes Licht bekommen wie am gleichen Tag im Haupt- und Finanzausschuss, 18 Uhr, und am 31. Mai im Rat um 17 Uhr.

Die Vorzüge, nicht nur in finanzieller Hinsicht, liegen auf der Hand. Bei der neuen Variante spart die DB ein Überführungsbauwerk. und der Sportplatz müsste nicht verlegt werden.Wohl müssten die Autoführer einen größeren Bogen fahren. Diese Nachricht dürfte vor allem den Sportvereinen gefallen.

Im einzelnen sieht das Konzept für Elten vor: Statt des Bahnübergangs-Ersatzbauwerkes Emmericher Straße eine bergfußnahe Führung der B 8 parallel der Bahnstrecke bis zum Anschluss Emmericher Straße; der Bahnübergang B 8 entfällt.
Der Bahnübergang an der Sonderwykstraße, seit einigen Jahren schon geschlossen, wird endgültig aufgehoben – Zugeständnis der Stadt an die DB AG.
Anstelle des Bahnübergangs Lobither Straße gibt es – mit Blick auf den regen Tourismus hier – eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer.
Die Lobither Straße (L 472) soll über eine ortsferne Straßenüberführung in Höhe der Haagschen Straße an die jetzige B 8 anschließen.

Stadt muss Straßenbau übernehmen

Ab dort soll die B 8 auf die westliche Seite der Bahntrasse verlegt und schienenparallel bis zur jetzigen Kreuzung der Gleise mit der Zevenaarer Straße geführt werden.
Dann soll der Bahnübergang Bindsberger Weg unmittelbar an die neu zu bauende Straße angeschlossen und im weiteren Verlauf dann
das neue Teilstück der B 8 westlich der Kreuzung unmittelbar an der Zevenaarer Straße angeschlossen werden, ohne noch ein Brückenbauwerk vorsehen zu müssen.
Das neue auszubauende Teilstück der B 8 von der Haagschen Straße bis hinter den Bahnübergang Zevenaarer Straße soll abgestuft werden. Der Kreis Kleve hat abgewinkt, also müsste die Stadt Emmerich die anschließende Straßenbaulast selbst übernehmen.

 
 

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