Ein herrliches Drunter und Drüber in Anholt

Die ersten beiden Aufführungen von „Grand Malheur“ waren ausverkauft.
Die ersten beiden Aufführungen von „Grand Malheur“ waren ausverkauft.
Foto: Funke Foto Services
200 Besucher verfolgten begeistert die Premiere von „Grand Malheur“ mit der Grenzland-Laienspielschar Anholt. Keine Karten an der Tageskasse mehr erhältlich.

Anholt..  Vor ausverkauftem Haus haben die Grenzland-Laienspieler aus Anholt schon oft gespielt, aber dass im Vorfeld sowohl die Premiere am Samstag, als auch am Sonntagnachmittag an der Tageskasse der Mehrzweckhalle in Anholt keine Karten mehr zu bekommen waren, dass war beim Stück „Grand Malheur“ – einem Schwank in drei Akten von Bernd Gomhold – eine Premiere. Entsprechend waren 200 Besucher gespannt, was im „Kur- und Wellnesshotel Falkenburg“ so alles passieren würde.

Lampenfieber gehört dazu

Hinter der Bühne wurde von der „Maskenbildnerin“ Conny Sickmann, erstmals dabei, noch schnell Hand angelegt. Die Frisur saß noch nicht, hier fehlte noch etwas beim Outfit und da musste noch etwas am rundlichen Körper von „Birgit Ballon“, der sonst recht schlanken Conny Berger, aufgebaut werden. Schauspieler gingen nochmal ihre Texte durch, um dem Lampenfieber entgegen zu wirken. Denn, auch wenn man wie Edith Renting-Kolberg seit 26 Jahren bei den Laienspielern auf der Bühne steht: „Lampenfieber habe ich immer noch.“ Bei Regie-Debütantin Doris Bruns hatte sich die Anspannung schon wieder etwas gelöst.

Im Kur- und Wellnesshotel ging es drunter und drüber. Es wurden neue Gäste erwartet. Die neue Controllerin Sabine Brändle (Michaela Strube) hatte neue Sitten für die Beschäftigten eingeführt, was gar nicht in den Kram von Dr. Klaus Kowalski (Hannes Wiesmann) passte, der an den finanziellen Unregelmäßigkeiten nicht schuldlos war. Brändle musste sie sich auch um ihren schlitzohrigen Vater Martin kümmern – hervorragend gespielt von Alfons Eising –, der mit seiner Art nicht nur das Hotelpersonal zur Verzweiflung brachte, sondern auch die Gäste Eva Hausmann (Brigitte Stratmann) und Klara Müller (Edith Renting-Kolberg), zwei Witwen, die noch etwas erleben wollten. Nach einem Ausflug in den Nachtclub machten die beiden die unerwartete Bekanntschaft des „alten Schlitzohres“ , der sofort Gefallen an den Damen fand. Am Ende setzten die Drei ihren Urlaub auf Malle fort, auch gegen den Willen von Thomas Müller (Rene Kantehm), der um seine Mutter Klara viel zu besorgt war.

Putzfrau Elli (Linda Gebbing) und Fitnesstrainerin Jenny (Britta Gebbing) waren auf Männerfang. Das Opfer der Begierde von Elli war der tollpatschige Hotelgast Richard Schneidermann (Walter Ortler), während Jenny ein Auge auf den Masseur Georg (Frank Konnik) geworfen hat, der sichtlich die begehrlichen Blick der Trainerin genoss. Aber dieser wurde auch vom verrückten Franzosen Jean-Pierre (Manfred Juttner) angehimmelt. Auch Birgit Ballon (Conny Berger) war nicht nur an dem Masseur interessiert. Feuchtfröhliche Nächte, unerwartete Turbulenzen, Missverständnisse und Intrigen waren die Folge und am Schluss musste sogar noch die Polizei anrücken. Eine ließ sich nicht aus der Ruhe bringen: Hausmeisterin Hanni (Irene Eiting) verzichtete auch in brenzligen Situationen nicht auf ihre Pausen.

Am Ende lösten sich alle Verwirrungen auf. Das Publikum war begeistert. Auch die Zwillinge (12) Nele und Zoe Melis aus Emmerich. „Man kann auch mal was anderes machen als fernsehen“, erklärte Nele, der das Stück gefiel.

Wer wissen will, wie das Stück ausgeht, der hat dazu noch Gelegenheit am Samstag, 11. April, 20 Uhr, und am Sonntag, 12. April, um 16 Uhr.

In der Verbundschule in Isselburg wird dann „Grand Malheur“ noch zweimal aufgeführt. Der Vorverkauf hat begonnen, nicht lange warten!

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