Durchbruch am Borgheeser Weg

Am Löwentor hätte der Rat am liebsten gehabt, wenn Radfahrer und Fußgänger auch durch den Pkw-Tunnel fahren bzw. laufen könnten. Geht aber nicht, da es schon einen Tunnel geben wird, der an der Hühner Straße endet. Zwei Wege dieser Art werden nicht finanziert.
Am Löwentor hätte der Rat am liebsten gehabt, wenn Radfahrer und Fußgänger auch durch den Pkw-Tunnel fahren bzw. laufen könnten. Geht aber nicht, da es schon einen Tunnel geben wird, der an der Hühner Straße endet. Zwei Wege dieser Art werden nicht finanziert.
Foto: NRZ
Pkw-Tunnel statt Bahnübergang. Einigung mit der Bahn von Elten bis Emmerich

Emmerich.  Die IG-Biss hat jetzt von der Deutschen Bahn eine Liste über die erzielten Einigungen bezüglich der Beseitigung der Bahnübergänge in Emmerich erhalten. Stand: Dezember 2012. Diese hat sie unter www.ig-biss.de auch veröffentlicht. Auf Basis dieser Liste kritisiert die IG-Biss, dass die Stadt Emmerich mehr Zugeständnisse gemacht habe, als die Deutsche Bahn. Wie die NRZ erfahren hat, ist diese Liste allerdings teilweise nicht korrekt oder lässt wichtige Informationen aus.

Daumen hoch Kerstenstraße. Entgegen der erwähnten Konsens-Liste herrscht hier sehr wohl Einigkeit: Das Verfahren wird vorgezogen; es entsteht eine Brücke. Hier entlang führt dann der Verkehr während der Bauarbeiten in den anderen Praester Fällen.

Daumen runter Weitere Bahnübergänge Praest und Vrasselt. Hier ist eine Einigung während des Planfeststellungsverfahrens zu erzielen. „Der erste Erörterungstermin fand erst nach Eröffnung der Planfeststellung statt. Es konnte vorher also gar keine Einigkeit erzielt werden, betont Dr. Stefan Wachs, Erster Beigeordneter der Stadt.

Daumen runter Löwentor. Hier wurde frühzeitig erörtert, dass es einen Fuß- und Radweg innerhalb des Pkw-Tunnels nicht geben wird, da parallel ein Tunnel entsteht, der an der Hühnerstraße endet: „Zwei Fußwege werden nicht finanziert.“

Daumen hoch Borgheeser Weg, ‘s-Heerenberger Straße. Den Übergang Borgheeser Weg wollte die Bahn viele Jahre ersatzlos streichen. Es wird nun doch einen Pkw-Tunnel mit geringer Höhe entstehen: „Das ist ein großer Erfolg“, so Dr. Wachs. So könne man den Verkehr aus Hüthum/Oberhüthum bewältigen. Das selbe Bauwerk entsteht an der ‘s-Heerenberger Straße. In beiden Fällen kann man auf Lkw-Verkehr sehr gut verzichten.

Daumen hoch Felix-Lensing-Straße. Der erwartete Seitenweg; die Bahntrasse wird nicht gekreuzt.

Daumen hoch Eltener Straße. Hier hat sich die Stadt durchgesetzt. Statt einer Brücke, wie die Bahn es wollte, entsteht ein Tunnel. „Dies war nur möglich, weil sich zwischenzeitlich die Straßenbaurichtlinien geändert haben“, verrät Dr. Stefan Wachs.

Daumen hoch Emmericher Straße. Hier bleibt’s bei der Straßenführung in bergnahem Verlauf; die Bahntrasse wird nicht gekreuzt.

Daumen runter Sonderwykstraße. Wird gestrichen. Einen Fußgänger-/Radtunnel kommt nicht.

Daumen hoch Lobither Straße. Hier steckt ein dicker Fehler in der Konsens-Liste. Es wird keine Brücke über den Sportplatz gebaut (diese wäre zwölf Meter hoch gewesen). Man hat sich auf einen Tunnel geeinigt, der hinter dem Feuerwehrgerätehaus endet. Der Sportplatz wird verlegt. Wohin ist offen.

Daumen hoch Weitere Bahnübergänge Elten. Hier gab’s nie verschiedene Meinungen: Haagsche Straße wird ersatzlos gestrichen, der Bindsberger Weg bekommt einen Seitenweg, die Zevenaarer Straße eine Brücke über die Bahn.

 
 

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