Drei Frauen verschwunden - Polizei prüft Zusammenhang von Vermisstenfällen

Silke Büche wird seit dem Januar 2008 vermisst. Von der Emmericherin fehlt weiter jede Spur.
Silke Büche wird seit dem Januar 2008 vermisst. Von der Emmericherin fehlt weiter jede Spur.
Foto: Dirk Schuster
Drei vermisste Frauen aus Emmerich, Oberhausen und Dinslaken geben der Polizei Rätsel auf. Die Ermittler prüfen einen Zusammenhang der Fälle, haben aber keine Hinweise auf einen Serientäter.

Emmerich/Duisburg/Oberhausen.. Seit dem 11. Januar 2008 wird Silke Büche vermisst. Die damals 43-Jährige, von der eine Freundin an jenem Januar-Abend per Telefonat das letzte Lebenszeichen vernahm, gibt fast sieben Jahre später immer noch Rätsel auf.

Mehr als 250 Verhöre hatten damals Hauptkommissar Gerhard Hoppmann und seine zehnköpfige Mordkommission in Krefeld geführt. Doch die spurlos verschwundene Silke Büche mündete in einen der wenigen Fälle, die nicht gelöst werden konnten.

Jetzt allerdings ist die nur 1,57 Meter große Emmericherin, die an der Oelstraße gewohnt hat und im Internet auf Männersuche gewesen sein soll, in die Schlagzeilen der „Bild“ geraten.

Es könnte einen Zusammenhang geben zwischen ihrem Verschwinden und zweier weiterer, ähnlich gelagerter Fälle an der Autobahn-3-Rheinschiene geben, heißt es dort. Von der 57-jährigen Näherin Doris Seyffarth aus Oberhausen sowie der 58-jährigen Kosmetikerin aus Dinslaken fehlt ebenfalls jede Spur.

Keine Hinweise auf einen Serientäter

Die Essener Kriminalpolizei ermittelt im Oberhausener Fall aus dem Mai 2013, wo sicher von Mord ausgegangen wird. „Wir prüfen natürlich, ob es einen Zusammenhang zwischen den Fällen gibt“, erklärte am Dienstag Polizeisprecher Peter Elke auf NRZ-Anfrage, „haben aber keine Hinweise darauf, ob es sich vielleicht um einen Serientäter handelt“.

Vor mehr als sechs Jahren waren sämtliche Emmericher Ermittlungen, die auch in ein Sportstudio in den Niederlanden geführt hatten, im Sande verlaufen. Nach mehr als 14 Monaten intensiver Fahndung glaubte Hauptkommissar Hoppmann nicht mehr an einen Tötungsdelikt. „Wir sind zur Schlussfolgerung gekommen, dass es sich um einen Selbstmord gehandelt hat. Hätte ich noch die leiseste Hoffnung gehabt, wäre ich zu Aktenzeichen XY gegangen“, erklärte Hoppmann am 17. März 2009.

Von seiner Meinung wich er auch am Dienstag im Gespräch mit unserer Redaktion nicht ab: „Wir stehen mit den Kollegen in Verbindung und tauschen Infos aus. Einen Ripper vom Niederrhein haben wir aber nicht im Fadenkreuz.“

 
 

EURE FAVORITEN