Diese Reise der Halderner steht in keinem Katalog

Michael Scholten (l, Reiseleitung) mit Pfarrerin Elke Spörkel (r, geistliche Begleitung) bei der Vorbereitung einer Studienreise nach Kambodscha.
Michael Scholten (l, Reiseleitung) mit Pfarrerin Elke Spörkel (r, geistliche Begleitung) bei der Vorbereitung einer Studienreise nach Kambodscha.
Foto: WAZ FotoPool
Vietnam, Kambodscha und Thailand - diese Länder sorgen bei vielen für Fernweh. Sie sind aber auch Ziele der Fahrt der Evangelischen Kirchengemeinde Haldern. Für Januar 2016 hat Michael Scholten die Studienreise geplant. Fünf Jahre hat er selbst in Kambodscha gelebt. Seine Geschichten begeistern.

Haldern.. Wenn Michael Scholten von dem Land erzählt, in dem er fast fünf Jahre gelebt hat und wo seine beiden Söhne geboren wurden, gerät er ins Schwärmen. Seine Begeisterung hat sich bei einem Vortrag über Kambodscha im Evangelischen Gemeindehaus auch auf Pfarrerin Elke Spörkel übertragen. Und so entstand die Idee, eine knapp dreiwöchige Reise nach Vietnam, Kambodscha und Thailand zu organisieren. Nicht nur Gemeindeglieder können an der Reise, die man in keinem Katalog buchen kann, teilnehmen.

Tour wird keine Pilgerreise

„Wenn wir hier einen Fachmann mit internationalen Erfahrungen haben, der uns als Reisebegleiter ehrenamtlich zur Verfügung steht, dann ist das eine großartige Sache“, blickt Elke Spörkel in die Zukunft. Im Jahr 1991 unternahm die Evangelische Gemeinde aus Haldern bereits eine ähnliche Reise auf die Philippinen, damals organisiert vom evangelischen Theologen Dr. Rainer Neu. „Die Reise damals hat uns wichtige Impulse für die Gemeindearbeit gegeben“, blickt Spörkel zurück. Eine Pilgerreise soll auch die neue Tour nicht werden, die im Januar 2016 stattfindet.

Wohl aber werden die religiösen Hintergründe beleuchtet, der Buddhismus als Staatsreligion vorgestellt. „Aber es gibt auch christliche Gemeinden, in Kambodscha wurden Holzkirchen gebaut. Wir werden uns mit einem Deutschen treffen, der als erster zum buddhistischen Mönch ordiniert wurde“, berichtet Scholten. Was wundern mag, so Scholten: „Die Muttergottesfiguren gleichen in Kambodscha Apsara-Tänzerinnen.“

Über Saigon nach Kambodscha und Thailand

Der Flieger bringt die Reisegäste nach Saigon, von dort aus werden Kambodscha und Thailand via Bus und Boot bereist, gespickt mit touristischen Höhepunkten und Geheimtipps wie: Kriegstunnel von Cu Chi, Mekong-Delta, schwimmende Märkte von Chau Doc, Phnom Penh, Kep und Kampot, Stranderholung in Sihanoukville, Dschungellandschaft der Kardamom-Berge, Kolonialstadt Battambang, Siem Reap und die Tempelanlagen von Angkor. Hier ist ein dreitägiger Aufenthalt geplant. Danach geht es nach Bangkok, hier können Teilnehmer auf Wunsch einen Strandurlaub anschließen.

Einheimische Reiseleiter vor Ort

„Wir wollen auf die Wünsche der Reisenden eingehen und danach das Programm genau stricken“, so Scholten, der eine ähnliche Reise für die Emmericher Kulturbetriebe organisierte. Was die Reise spannend macht, sind seine persönlichen Kontakte und das Hintergrundwissen, das so manche Eigenart des Landes erklären lässt. Immerhin bereist er seit 20 Jahren den Kontinent. „Vor Ort haben wir einheimische Reiseleiter, was vorgeschrieben ist“, erklärt Scholten, der als Journalist die ganze Welt bereist und sich schließlich in Phnom Penh niedergelassen hat. Elke Spörkel wird die geistliche Betreuung übernehmen. „Der Reiz der Reise liegt in den vielen Treffen mit deutschsprachigen Asiaten oder Auswanderern“, empfiehlt sie.

Der Reisepreis soll zirka 2600 Euro pro Person im Doppelzimmer betragen. Bereits zehn Personen haben ihr Interesse bekundet, ab zwölf kann die Reise starten. „Wir sind sehr früh, aber wir wollen uns an mehreren Terminen mit der Reise vertraut machen“, so Spörkel. Nach dem Treff am 23. Oktober wird es am 26. November einen Vortrag von Oberstleutnant a.D. Peter Willers im Gemeindehaus geben über „Minen – eine weltweite Gefahr“. Dazu wird er Kambodscha als Beispiel anführen.

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