Debiel: „Es geht auch um Kohle“

Norbert Kohnen
Foto: Roy Glisson / WAZ FotoPool
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Emmerich. Droht eine unschöne Schlammschlacht? Ist sie vielleicht schon im Gange? Fakt ist: Das Entertainment-Center kommt aus den Schlagzeilen so schnell nicht heraus.

Gestern hatte Betreiber Thomas Bernau aus Gelsenkirchen in der NRZ seine Sicht der Dinge dargelegt und die Gerüchte über finanzielle Schieflagen und offene Handwerkerrechnungen zu entkräften versucht. Daraufhin meldete sich Christoph Debiel vom Emmericher Architekturbüro Planwerk zu Wort. Seine Version klingt ein wenig anders. Danach habe nicht Bernau den Vertrag mit ihm gelöst, sondern er mit Bernau Schluss gemacht.

„Bislang ist eine Kündigung des Auftragsverhältnisses sowohl nicht mündlich erklärt, als auch liegt eine Kündigung in Schriftform nicht vor“, so der 50-Jährige. Er hat die Angelegenheit inzwischen seinen Düsseldorfer Anwälten übergeben. Über die hatte er am 21. Oktober Bernau wissen lassen, dass ihm eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr zuzumuten sei und hatte daher die Kanzlei beauftragt, über die Aufhebung des Vertrage zu verhandeln.

Christoph Debiel spricht von einem „erheblichen Zerwürfnis“ mit Bernau, bei dem die Emmericher Casino-Geschichte das Fass wohl nur noch zum Überlaufen brachte: „Es geht auch um Kohle. Es geht um offene Honorarforderungen in ganz erheblicher Höhe.“ Diese sollen sich nach NRZ-Informationen angeblich nicht nur auf das 2,5 Millionen Euro-Projekt an der Ostermayerstraße beziehen.

Wartungsvertrag
abgeschlossen

Debiel ist genervt, beklagt die rauen Sitten in der Branche: „Es macht einfach keinen Spaß mehr. Man muss um sein Geld kämpfen.“ Bernau machte unterdes gegenüber der NRZ deutlich, dass er einen „Schlussstrich ziehen will. Er hat nach eigener Aussage eine weitere Auflage erfüllt und mit einer Firma für Sicherheitstechnik einen Wartungsvertrag über die Brandmeldeanlage im Entertainment-Center abgeschlossen. Damit lässt sich das Feuer unterm Dach der Beteiligten kaum löschen.