Das Ende der Kreidezeit

Pädagogin Tanja van Kampen von der Leegmeergrundschule beherrscht die elektronische Tafel schon sehr gut. Foto: Dirk Schuster
Pädagogin Tanja van Kampen von der Leegmeergrundschule beherrscht die elektronische Tafel schon sehr gut. Foto: Dirk Schuster
Foto: WAZ FotoPool
In Emmericher Schulen werden elektronische Tafeln immer öfter eingesetzt und sind unter den Lehrern sehr beliebt.

Emmerich..  Das Ende der Kreidezeit ist eingeläutet. Denn neuste Tafel-Technik hält Einzug in die Klassenzimmer Emmericher Schulen. Wo einst der Lehrer mit dem weißen Kreidestück quietschend die Buchstaben auf die grüne Tafel schrieb, tut’s nun auch der bloße Finger. Smartboards sei Dank. Zwei dieser berührungsempfindlichen Tafeln, auf die mittels Beamer und Laptop ein Bild projiziert wird, nennt seit einigen Wochen die Leegmeergrundschule ihr Eigen. „Und ich staune immer noch, was diese Tafel so alles kann“, so Nadja Scherer, Rektorin der Grundschule.

Kosten: rund 3500 Euro

Durch finanzielle Mittel aus dem Schuletat und Spenden des Fördervereins konnte sich die Schule die Neuanschaffung erlauben. Denn so ein Smartboard, das in ‘s-Heerenberger Schulen schon seit Jahren Standard ist, ist nicht gerade eine günstige Anschaffung. Knapp 3500 Euro kostet die elektronische Tafel. Hinzu kommen Kosten für den dafür notwendigen Laptop.

In zwei Klassenräumen wurde die neue Technik installiert. Die Klassen 2c und 3c kommen in den Genuss der etwas anderen Tafel. Denn auf seinem Smartboard können Lehrer und Schüler schreiben, markieren, hervorheben und löschen. „Tafelbilder müssen zudem nicht mehr langwierig aufgemalt werden“, weiß Pädagogin Tanja van Kampen, die das Smartboard täglich im Unterricht nutzt. Ein Druck auf der elektronischen Tafel und das Tafelbild wird aufgerufen. Das spart Zeit. „Zudem habe ich das Gefühl, dass die Kinder aufmerksamer sind, wenn ich mit der elektronischen Tafel arbeite.“ Ein weiterer Vorteil sei auch, dass Kopierkosten gesenkt werden könnten, so van Kampen. Und es gebe bei den Schülern beim Tafeldienst keine langen Gesichter. Denn mit echtem Schwamm in den Händen, die Tafel virtuell zu putzen, stehe bei den Kindern hoch im Kurs.

Doch nicht nur bei den Kleinen scheint die neue Tafel-Technik von großem Interesse zu sein. Auch das Willibrord-Gymnasium hat seit einigen Wochen ein Smartboard in einem Oberstufenraum. Einen nicht ganz so funktionsreichen Vorgänger des Smartboards, ein so genanntes Whiteboard, hat die Schule schon seit einigen Jahren. „Vor allem im Bereich der Mathematik wird damit sehr häufig gearbeitet“, so der stellvertretende Schulleiter, Wolfgang Urbach. Immer mehr würden die elektronischen Tafeln genutzt, seien unter den Lehrern beliebt. Für ihn sei klar: „Das ist der Trend für die nächsten Jahre. Irgendwann werden die Schüler wohl nur noch mit einem Laptop statt schweren Büchern in die Schule kommen“.

Neue Technik im Klassenzimmer

Das Smart Board ist eine Tafel, auf die projiziert wird. Die Oberfläche ist berührungsempfindlich. Man kann auf dem Smart Board (Tafel) schreiben, markieren, hervorheben und löschen und es mit einem Schwamm sauber machen. Alle Infos können aber auch gespeichert werden und stehen dadurch für Aufgaben zur Verfügung: Lesen und neu bearbeiten, drucken oder per E-Mail versenden.

 
 

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