Dambeck schließt in Emmerich - online geht’s weiter

Marco Virgillito
Hans Langohr setzt in Zukunft allein auf den Online-Handel.
Hans Langohr setzt in Zukunft allein auf den Online-Handel.
Foto: WAZ FotoPool
Vier Buchhandlungen seien für Emmerich zu viel. Der Buchhandel Dambeck in der Kaßstraße steckt in der Insolvenz. Ende Februar wird der Laden geschlossen. Der Internet-Handel wird aber fortgesetzt

Emmerich.  Die Buchhandlung Dambeck schließt voraussichtlich Ende Februar 2014 ihre Buchhandlung an der Kaßstraße in Emmerich. „Die Gesamtverkaufsfläche der vier Buchhandlungen in Emmerich ist im Verhältnis zur Einwohnerzahl Emmerichs überproportional groß. Emmerich ist mit vier Buchhandlungen überbesetzt. Es wirkt sich darüber hinaus aus, dass mehr Kaufkraft aus Emmerich abfließt als von außen nach Emmerich hineinfließt. Dambeck zieht sich daher mit der Insolvenz aus dem lokalen Handel in Emmerich zurück“, erklärt der Betreiber Hans Langohr.

Mitarbeiter-Zukunft ist offen

Seit einigen Jahren sei Dambeck parallel zum Ladengeschäft in Emmerich sehr erfolgreich mit dem Handel von Büchern und anderen Medien im stark wachsenden, deutschlandweiten Internethandel tätig. Der Online-Handel wird mit einer separaten Firma, die von der Buchhandlung Hans Dambeck e. K. rechtlich unabhängig und nicht von der Insolvenz betroffen ist, weitergeführt.

„Wo unser Sitz sein wird, ist noch unklar. Der Internethandel ist weitgehend ortsunabhängig. Wir müssen auch überlegen, ob wir ein Lager betreiben oder nicht“, schildert Langohr.

Die Zukunft der Mitarbeiter ist offen. „Vielleicht wird die Buchhandlung ja doch noch weiter geführt. Zum Beispiel wenn jemand sie kauft. Ansonsten ist noch unklar, was wir für die Mitarbeiter tun können“, so Langohr. Es sei auch denkbar, dass es Anstellungsmöglichkeiten für den Online-Handel gebe.

Im August 2011 eröffnete Dambeck an der Kaßstraße neu. Zuvor befand sich der Laden an der Steinstraße.