Chemie-Unternehmen KLK Emmerich kauft Emery in Düsseldorf

Ralf Ewering ist seit zweieinhalb Jahren Geschäftsführer der KLK Emmerich GmbH und hat in dueser Zeit schon so einiges bewegt.
Ralf Ewering ist seit zweieinhalb Jahren Geschäftsführer der KLK Emmerich GmbH und hat in dueser Zeit schon so einiges bewegt.
Foto: FUNKE Foto Services
Das Chemie-Unternehmen KLK Emmerich befindet sich weiter auf strammem Wachstumskurs und ergänzt seine Produktpalette um die Verabeitung von tierischen Fetten.

Emmerich.. Dem Chemie-Unternehmen KLK Emmerich GmbH ist ein durchaus spektakulärer Branchen-Coup gelungen. KLK hat Teile der Emery Oleochemicals GmbH auf dem Henkelgelände in Düsseldorf-Holthausen erworben. Für einen Kaufpreis von 40,5 Millionen Euro.

Die deutsche Kartellbehörde muss der Transaktion noch zustimmen, was aber allgemein erwartet wird. „Der Antrag läuft“, so KLK-Geschäftsführer Ralf Ewering auf Nachfrage der NRZ. Die Übernahme soll spätestens zum 1. Oktober 2015 über die Bühne gehen. Dann wird ein endgültiger Vertrag geschlossen und Emery in KLK integriert.

Damit verdoppelt KLK seine Produktionskapazitäten und steigt zur Nr. 1 auf dem europäischen Fettsäure- und Glycerin-Markt auf. „Das war der Grund, Emery zu erwerben“, so Ewering. Die Mitarbeiterzahl steigt um 160 auf 420. Für die Belegschaft in Holthausen gelten für zwei Jahre unveränderte Konditionen. KLK übernimmt übrigens auch das Grundstück von Henkel in Erbpacht.

Steigende Gewerbesteuer-Einnahmen

Beide Produktionsstätten werden künftig von Emmerich aus gesteuert. Emmerichs Kämmerer Ulrich Siebers darf sich also schon jetzt über steigende Gewerbesteuer-Einnahmen freuen.

„Dadurch wird der Standort Emmerich gestärkt“, konstatiert Ralf Ewering. Der 47-Jährige ist erst seit zweieinhalb Jahren Geschäftsführer bei der KLK Emmerich GmbH und hat schon einiges vorzuweisen. Erst 2014 hatte die KLK-Gruppe die Firma Tensachem in Ougrée (Belgien) gekauft.

Mit der geplanten Übernahme von Emery ergänzt KLK Emmerich sein Fettsäure- und Glycerin-Geschäft. Und zwar um den Markt für Talg-basierte Produkte. Also um Produkte aus tierischen Fetten. Denn KLK produziert in Emmerich nur auf pflanzlicher Basis. Die verarbeiteten Rohstoffe Palmöl und Palmkerne stammen zum Teil aus Südostasien, der Heimat des in Malaysia angesiedelten Mutterkonzerns Kuala Lumpur Kepong Berhad (KLK).

Weltweite Marktposition verstärken

Hauptabnehmer der chemischen Produkte aus der „KLK-Küche“ sind Körperpflegemarken sowie die Waschmittel-, Farben- und Kerzenindustrie. Außerdem übernimmt KLK das Produktions-Know-how und den Markennamen für Triacetin-Produkte und kann somit ihre weltweite Marktposition verstärken.

„Wir haben harte Zeiten hinter uns, aber inzwischen den Standort stabilisiert“, sagt Ralf Ewering. „Das ist eine gute Basis, auf der wir aufbauen wollen.“ Auch den Standort Emmerich selbst wolle man weiter voranbringen.

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