Breites Bündnis für die Energiewende

Hoffen auf reichlich Rückenwind für die neue „Energiegenossenschaft Isselburg eG“: Dr. Stefan Touchard(RWGV), Roland Schweckhorst, Felix Kleideiter und Paul-Bernhard Weiß(untere Reihe v.l.), sowie Dieter Ehringfeld, Gerhard Tenbrock, Klaus-Dieter Spaan, Franz-Josef Heidermann, Holger Zitter und Johanes Hesker (v.l. stehend).
Hoffen auf reichlich Rückenwind für die neue „Energiegenossenschaft Isselburg eG“: Dr. Stefan Touchard(RWGV), Roland Schweckhorst, Felix Kleideiter und Paul-Bernhard Weiß(untere Reihe v.l.), sowie Dieter Ehringfeld, Gerhard Tenbrock, Klaus-Dieter Spaan, Franz-Josef Heidermann, Holger Zitter und Johanes Hesker (v.l. stehend).
Foto: NRZ

Isselburg.  Ideen für die Organisation der Energiewende auf lokaler Ebene gibt es viele. In Isselburg wurde jetzt Nägel mit Köpfen gemacht. Die Politik, alle Parteien sowie drei regionale Banken ziehen in Sachen Ausbau erneuerbarer Energien an einem Strang. Zusammen sind sie Gründungspaten der neuen Bürger-Energiegenossenschaft „Energiegenossenschaft Isselburg eG“. Das neue Gemeinschaftsunternehmen ist jetzt in der Stadthalle Werth aus der Taufe gehoben worden.

Wichtigste Aufgabe der Genossenschaft: die Errichtung und Unterhaltung von Anlagen zur Energieerzeugung mittels der Nutzung von natürlichen Ressourcen wie Sonne, Wind und Biogas zum Aufbau einer dezentralen Energieversorgung – und das unter breiter Beteiligung der Bürger des Kreises.

Die Gründung der Energiegenossenschaft Isselburg geht zurück auf eine Initiative der Stadt Isselburg unter Mitwirkung der Firma Sky-Energy GmbH, der Volksbank Bocholt, der Volksbank Emmerich-Rees, der Sparkasse Westmünsterland und des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV). Gemeinsam hatten sie eine Arbeitsgruppe gebildet, um das Vorhaben voranzutreiben.

Mit der einstimmigen Annahme der Satzung und der Unterzeichnung des Protokolls durch die neun Gründungsmitglieder befindet sich die Genossenschaft offiziell in Gründung. Nach Eintrag in das Genossenschaftsregister kann das Unternehmen seinen Geschäftsbetrieb aufnehmen. Um schon jetzt die Handlungsfähigkeit für diesen Zeitpunkt sicherzustellen, wählten die Gründungsmitglieder aus ihren Reihen einen dreiköpfigen Aufsichtsrat. Einstimmig in dieses Gremium berufen wurden Bürgermeister Rudi Geukes (Vorsitzender), Paul Bernhard Weiß (stellvertretender Vorsitzender) und Felix Kleideiter. Den vierköpfigen Vorstand bilden Roland Schweckhorst (Vorsitzender), Klaus Dieter Spaan (stellvertretender Vorsitzender), Gerhard Tenbrock sowie Dieter Ehringfeld.

„Ich freue mich, dass sich die Politik schlussendlich für die Gründung einer Energiegenossenschaft in Isselburg ausgesprochen hat und wir diese kurzfristig haben gründen können. Ziel es nun, schnellstmöglich mit der Realisierung der Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen der städtischen Gebäude zu beginnen“, so Roland Schweckhorst zur NRZ.

Nachdem der Aufsichtsrat und der Vorstand die weitere Vorgehensweise festgelegt und die entsprechenden Projekte ausgearbeitet haben, sollen zeitnah alle interessierten Isselburger zu einer weiteren Versammlung eingeladen werden. Dabei haben sie nicht nur die Möglichkeit sich über die Projekte der Genossenschaft zu informieren, sondern können auch die Mitgliedschaft zu der Energiegenossenschaft erwerben.

Dividende für Mitglieder

Der Weg in eine Mitgliedschaft in der Genossenschaft führt über die Zeichnung von mindestens einem Geschäftsanteil. Dieser liegt bei 500 Euro. Die Mitglieder der Genossenschaft sind natürliche und juristische Personen. Die Genossenschaft wird das ihr von den Mitgliedern zur Verfügung gestellte Eigenkapital zur Finanzierung von Investitionen in erneuerbare Energien verwenden. Außerdem ist vorgesehen, die Mitglieder durch Ausschüttung einer Dividende am Geschäftserfolg zu beteiligen.

 
 

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