Bittersüße Schokoladenausstellung im Emmericher PAN

Sarah Eul
Ob Hussel, Ritter Sport oder Sarotti: Namhafte Schokoladen-Fabrikanten sind zahlreich in der neuen Schokoladenausstellung in Emmerich vertreten.
Ob Hussel, Ritter Sport oder Sarotti: Namhafte Schokoladen-Fabrikanten sind zahlreich in der neuen Schokoladenausstellung in Emmerich vertreten.
Foto: WAZ FotoPool
Anlässlich des Jubiläums erinnert die Stiftung PAN Kunstforum Niederrhein in Emmerich mit der Ausstellung „Bittersüß“ an die Ursprünge und Wurzeln des Museumsgebäudes.

Emmerich.  Die Schokolade kehrt wieder zurück. Zurück an einen Emmericher Ort, der Jahrzehnte Heimat der süßen Versuchung war: die alte Schokoladenfabrik Lohmann an der Agnetenstraße, heute besser bekannt als das PAN Museum. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des PAN erinnert dessen Stiftung mit der Ausstellung „Bittersüß – Schokoladen-Geschichte(n) aus Emmerich und aller Welt“ an die Ursprünge und Wurzeln des Museumsgebäudes – die Schokoladenfabrik Lohmann, die von 1852 bis 1970 hier beheimatet war.

In der Ausstellung wird unter anderem die Ernte und Bearbeitung der Kakaobohne vom Ursprungsland bis zum Versand nach Europa dokumentiert, ebenso wie die Geschichte des Kakaos. Ein Hingucker dabei: Die reich verzierten und bemalten Gefäße für den Kakaogenuss der Maya – drei solcher Exemplare können nun Emmerich bewundert werden. Natürlich ist auch die Geschichte der Schokoladenfabrik Lohmann zu sehen. Ein allgemeiner Blick wird auch auf die Entwicklung der Werbung für Kakao und Schokolade geworfen und zwar in Form von Plakaten ab 1885 bis heute. Ein Wiedersehen gibt es da auch mit dem Maskottchen von Sarotti, der bekanntesten Schokoladenwerbefigur – „und natürlich seinem Erfinder Julius Gipkens, der behauptet in Emmerich geboren zu sein, nachweislich aber aus Hannover stammt“, so die PAN-Stiftungsvorsitzende, Irene Möllenbeck, die zusammen mit Gabriele Kraft die Schau kuratiert hat.

Nahezu 60 Plakate gibt es zu sehen. Auch viel Anschauungsmaterial und ein Film werden gezeigt. Ebenso wie ein umfangreiches Programm zur Schau. Vor allen Kindern wird Schokolade durch das Internationale Zentrum für Integration (IZIF) immer dienstags (ab 25. März) von 15 bis 16.30 Uhr erfahrbar gemacht. Es ist ein offenes Angebot im PAN. Das Angebot ist kostenlos, Anmeldung unter 02822/6029042.

Erwachsene sollten sich den 3. April vormerken. Dann werden ab 19 Uhr die Hintergründe des Schokoladenanbaus erklärt und es wird auch eine Verköstigung geben. Kosten: acht Euro.