Bilder, die Geschichten erzählen

Werner Steinecke neben einem Bild von
Werner Steinecke neben einem Bild von
Foto: WAZ FotoPool
Neue Ausstellung im Haus im Park: Bis 6. Januar 2013 sind Arbeiten von elf Künstlern aus den Niederlanden und Deutschland zu sehen. Es werden Positionen der Malerei von heute gezeigt.

Emmerich..  Die Auswahl ist erlesen. Der Raum schließlich begrenzt. Zum Ende des Jahres hat es sich der Kunstverein Emmerich nicht nehmen, wieder im Rahmen einer Gruppenausstellung „Positionen der Malerei von heute“ zu zeigen. Und was ist die Malerei von heute? „Bilder, die Geschichten erzählen, zum Teil mit verfremdeten Motiven“, weiß Werner Steinecke vom Kunstverein. Gleich elf Künstler aus ganz Deutschland und den Niederlanden zeigen daher ab Sonntag im Haus im Park, was sie derzeit in ihren Atelien fertigen.

Eine spannende Neuentdeckung ist da sicherlich Michiel Frielink. Gleich drei Werke sind von dem jungen Künstler aus Enschede zu sehen. Darunter ein Selbstbildnis. Er selbst umschreibt seine Bilder als „eingefrorenes Theater“. Seine Arbeit „Wurzel“ zeigt zum Beispiel zwei Männer, die Plastik „Der Denker“ des Bildhauers Auguste Rodin mit Werkzeugen niederreißen.

Sehenswert sind ebenso die Arbeiten von Hendrik Spiess aus Osnabrück, der im kommenden Jahr auch allein im Haus im Park ausstellen wird. Seine vorwiegend in Blau gehaltenen Bilder wirken befremdlich. Gerade so wie aus einem Horrorfilm. So etwa seine Arbeit „Die Zusammenkunft“ die mehrere Menschen im Wald in einem Kreis aus Licht zeigt.

Hubert Soltau aus Gießen ist ebenfalls in der Ausstellung zum Jahresende vertreten. Seine Werke lassen dabei noch einmal das Weltgeschehen Revue passieren. Denn Soltau zeichnet Bilder der Nachrichtenagentur dpa mit Bleistift nach. Manchmal fügt er ihnen noch ein wenig Aquarellfarben hinzu. Ob farbig oder schwarz-weiß: Darauf zusehen sind Tragödien.

Lokalkolorit ist aber auch zu finden. So etwa in den Arbeiten des Klevers Stefan Möller. Eines seiner Motive zeigt etwa die alte Burgruine Empel. Ebenfalls vertreten – wie schon im vergangenen Jahr – ist der Künstler Unai Echebarria aus Rees mit einem Werk, das eine weitere Absurdität des Lebens zeigt.

 

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