Betuwe: Bürger können Einwände geltend machen

Die Betuwe-Ordner wurden offen gelegt. Foto: Thorsten Lindekamp.
Die Betuwe-Ordner wurden offen gelegt. Foto: Thorsten Lindekamp.
Foto: WAZ FotoPool
Offenlage des Planfeststellungsverfahrens für Praest-Vrasselt startet am 19. März. Rat beschließt Stellungnahme am 25. April.

Emmerich.  Bürger können vom 19. März bis 18. April im Europasaal des Rathauses die Unterlagen für den Planungsabschnitt 3.3 Praest-Vrasselt einsehen. Wer sich subjektiv durch den Bau der Betuwe-Route beeinträchtigt fühlt, hat dann noch bis zum 2. Mai die einmalige Chance, Einwände bei der Stadtverwaltung oder bei der Bezirksregierung in Düsseldorf einzureichen. „Das ist die einzige Möglichkeit, sich in das Verfahren einzubringen“, sagt Bürgermeister Johannes Diks, „wenn man sich jetzt nicht äußert, hat man später keine Gelegenheit mehr dazu“.

Abschnitt 3.3 ist 4454 Meter lang. Er beginnt an der Stadtgrenze zu Rees in Höhe Kerstenstraße und endet am Schwarzen Weg in Ortslage Vrasselt. Das Vorhaben der DB ProjektBau GmbH umfasst auch den Umbau des Haltepunktes Praest, neue Lärmschutzwände, den Rückbau der alten Bahnübergänge und den Bau von Ersatz- und Neubauwerken.

Franz Thomas Fidler, im Rathaus seit langem mit Nahverkehr, Umwelt und Betuwe-Linie befasst, hat sich durch die 13 dicken Ordner durchgewühlt: „In einem Ordner steht jede Menge zu Themen wie Natura 2000, FFH und Vogelschutz“, verrät er. Ein anderer befasse sich mit Lärmschutz und Erschütterungen. Das alles können ab 19. März auch die Bürger nachlesen. Auch, ob ihr Grundstück durch den Schienenausbau tangiert wird oder ob Kinder künftig einen viel längeren Weg zur Schule zurücklegen müssen.

Betroffen sein kann aber auch jemand, der nicht unmittelbar an den Gleisen wohnt, so Fachbereichsleiter Jochen Kemkes. Also beispielsweise ein Landwirt aus Dornick, der Nutzflächen nördlich der Bahnlinie beackert. Die Offenlegungsakten sind ab 19. März auch im Internet unter www.emmerich.de hinterlegt.

Auch die Stadt wird ihre Meinung zu dem umstrittenen Bahnprojekt kundtun. Der Rat soll die Stellungnahme am 25. April beschließen; kurz vorher tagt noch der Ausschuss für Stadtentwicklung.

Bürger können sich ihre Einwände entweder direkt vor Ort von einem Verwaltungsmitarbeiter protokollieren lassen oder zu Hause in aller Ruhe formulieren.

 
 

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