Betuwe beschert Bürgern Bauchschmerzen

Verwaltung Emmerich informiert Buerger ueber Betuwe Bauwerke in Elten Großer Andrang im Saal Wanders in Elten. Hier v.l. Albert Jansen, Dr. Stefan Wachs und Jochen Kemkes .  Foto Dirk Schuster WAZ FotoPool
Verwaltung Emmerich informiert Buerger ueber Betuwe Bauwerke in Elten Großer Andrang im Saal Wanders in Elten. Hier v.l. Albert Jansen, Dr. Stefan Wachs und Jochen Kemkes . Foto Dirk Schuster WAZ FotoPool
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Erhitzte Gemüter trafen sich im Hotel Wanders in Elten. Der Grund dafür war die Informationsveranstaltung über die Aufhebung von Bahnübergängen im Ortsteil Elten.

Elten. Erhitzte Gemüter trafen sich im Hotel Wanders in Elten. Der Grund dafür war die Informationsveranstaltung über die Aufhebung von Bahnübergängen im Ortsteil Elten, zu der Ortsvorsteher Albert Jansen die rund 80 Besucher, unter ihnen Bürgermeister Johannes Diks, begrüßte.

„Die Ausführungen befinden sich noch im Vorplanungsstadium“, betonte der Erste Beigeordnete der Stadt, Dr. Stefan Wachs, um voreilige Schlüsse oder Kritiken zu vermeiden. Die aufgezeigten Unterlagen für den Abschnitt 3.5 in Elten seien vom Landesbetrieb Straßenbau, der als Planungsträger der Betuwe-Maßnahmen gelte, vorgestellt worden. Dennoch ließen sich die Emotionen der betroffenen Bürger bei deren Fragen zur Länge der Bauzeit, dem Lärmschutz oder der Abtragung des Eltenberges im Zuge der Baumaßnahmen für ein drittes Gleis nicht verbergen. „Wie viel muss letztendlich vom Englischen Hügel weg?“, lautete eine um die Erhaltung der Natur besorgte Stimme aus dem Publikum im Bezug auf die Beseitigung des Bahnübergangs auf der Emmericher Straße.

Jochen Kemkes, Leiter Fachbereich 5 Stadtentwicklung, entnahm den ihm vorliegenden Dokumenten „eine Breite von 21 Metern von der Gleisachse aus betrachtet.“ Dass jeder Zentimeter ausgenutzt werde, um möglichst wenig Eingriff in den Hang tätigen zu müssen, bestätigte Wachs. Konkret ging es des Weiteren um die Situationen an der Lobither sowie der Zevenaarer Straße. Bezüglich der Planungen an der Emmericher Straße zeigte Kemkes die Entwicklung seit der 2007 geplanten „Spindellösung, bei der eine Spindel über die Bahn führt und sich im Straßenverlauf wieder einfädelt“ bis zur so genannten Bergvariante. „Anstelle des Bahnübergangs Emmericher Straße eine bergfußnahe Führung der B8“ zu errichten, steht diese Vorplanung detailliert auf der Homepage der Stadt Emmerich als Ergebnis der Ratssitzung vom 31. Mai 2011 beschrieben.

Der neue Verlauf der Lobither Straße führe über die Sportanlage, wobei es Ersatzflächen für diese geben werde, so Wachs. Mittels eines Kreisverkehrs solle die Anbindung an die B8 hergestellt werden. Fakten wie einen geplanten einseitigen Radweg sowie eine Fahrbahnneigung von 3,5 bis 3,8 Prozent erwähnte Kemkes im Bezug auf die Zevenaarer Straße. „Mit einem Brückenbauwerk werden wir vom jetzigen Übergang abweichen“, so der Fachbereichsleiter. Zum Ende der Veranstaltung appellierte Wachs an die Bürger, weiterhin derart reges Interesse zu zeigen, da vor dem Planfeststellungsverfahren noch mindestens zwei Informationsveranstaltungen folgen werden.