Betrug in 99 Hartz IV-Fällen

Eine Ex-Mitarbeiterin der Stadt Emmerich steht am Montag vor Gericht. Sie soll 99 Leistungsansprüche fingiert haben und so knapp 66 000 Euro selbst kassiert haben.

Emmerich. Um knapp 66 000 Euro soll eine Mitarbeiterin des Fachbereiches Arbeit und Soziales die Stadt Emmerich und den Kreis Kleve betrogen haben. Die Frau soll 99 Hartz IV-Ansprüche fingiert haben, um selbst abzukassieren. Die Angeklagte wird sich am Montag, 9. Mai, 10 Uhr, im Saal 17 des Amtsgerichts Emmerich verantworten müssen.

Knapp 66 000 Euro
aufs eigene Konto

Von 2004 bis 2009 war die Beschuldigte Mitarbeiterin im Sachgebiet Sozialleistungen. Sie war unter anderem damit betraut, Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II zu gewähren. Somit war die Frau befugt, Auszahlungen von bis zu 1000 Euro selbstständig an Leistungsberechtigte vorzunehmen, ohne um Genehmigung des Vorgesetzten zu bitten.

Ab August 2008 soll die Angeklagte 99 Fälle von Leistungsansprüchen fingiert haben, indem sie bereits eingestellte Fälle in dem Datenverarbeitungsprogramm des Kommunalen Rechenzentrums Niederrhein (KRZN) aufrief und dort einen Anspruch auf Einmalzahlungen eintrug, der in Wahrheit gar nicht bestand. Ihr persönliches Konto gab sie als Empfängerkonto an. Um Rückbuchungen zu vermeiden, gab sie als leistungsberechtigte Person fiktive, ihrem Namen ähnlich klingende Daten ein. Die Geldbeträge, die die Kreiskasse überwies, leitete die Angeschuldigte direkt an ein anderes persönliches Konto weiter.

 
 

EURE FAVORITEN