Beitrag zum Lärmschutz leisten

Bahnlärm der Betuwe-Linie bedroht die Ruhe der Anwohner. Eine Petition soll helfen. Foto: Thomas Schmidtke
Bahnlärm der Betuwe-Linie bedroht die Ruhe der Anwohner. Eine Petition soll helfen. Foto: Thomas Schmidtke
Foto: WAZ FotoPool
Der Fraktionsassistent der BGE hat als Nr. 89 die Petition zu Lärmschutz an Schienenwegen unterschrieben. Noch bis zum 20. Juni kann die Petition des Deutschen Bundestages unterzeichnet werden.

Emmerich. Joachim Sigmund hat es getan. Der Fraktionsassistent der BGE hat als Nr. 89 die Petition zu Lärmschutz an Schienenwegen unterschrieben. Und seiner Meinung nach, sollten das nun auch die anderen Emmerich tun. Noch bis zum 20. Juni kann die Petition des Deutschen Bundestages unterzeichnet werden. Das Schreiben zum „Lärmschutz an Schienenwegen – Modellregion für anwohnerfreundlichen Bahnausbau“ sieht vor, insbesondere Anwohner der Betuwe-Linie vor dem zu erwartenden steigenden Bahnlärm zu schützen. Dabei geht es vor allem um die Frage der Aussetzung des Schienenbonus in Höhe von 5 dB(A) gemäß Anlage 2 (zu § 3) der 16. Bundes-Immissionsschutzverordnung. Der Streckenabschnitt von Emmerich bis Oberhausen soll hierbei „Modellregion für anwohnerfreundlichen Bahnausbau“ werden.

Inhalt der Petition

Die Petition wird durch den Petenten wie folgt begründet: „Mit dem Ausbau der Bahnstrecke Emmerich-Oberhausen, (...), wird der Bahn- und Güterverkehr erheblich anwachsen. Die Menschen in den Stadtgebieten entlang der Strecke werden von den Folgen steigenden Bahnlärms stark betroffen sein. Ein für den Gesundheitsschutz der Anwohner notwendiger Schutz vor diesem Bahnlärm kann nur erreicht werden, wenn für die Stadtgebiete entlang Strecke Emmerich-Oberhausen der Schienenbonus ausgesetzt wird. Zusammen mit begleitenden Maßnahmen, wie Umrüstung der Güterwagen auf lärmarme Bremssohlen und dem besonders überwachtem Gleis kann der Bahnlärm so auf ein zumutbares Maß reduziert werden. Der Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung ist zu entnehmen, dass zur Akzeptanz des weiteren Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur der sog. Schienenbonus abzuschaffen ist. Wann dieser Passus zur Anwendung kommen soll ist derzeit jedoch noch offen. Laut CDU/CSU soll das Rheintal „Modellregion für einen anwohnerfreundlichen Bahnausbau“ werden. Es besteht kein Hinderungsgrund, die Maßstäbe für die Rheintalbahn nicht auch in der Region des Niederrheins an der Betuwe-Linie anzuwenden. (...).“

Die Petition kann unter https://epetitionen.bundestag.de/ oder über die Internetseite der Stadt Emmerich http://www.emmerich.de aufgerufen werden.