Bau ist im Plan, Budget reicht aus

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Rees..  „Die Rettungswache Rees liegt hinsichtlich des Baufortschritts wie auch von den Kosten her voll im Plan.“ Das teilte Ruth Keuken, Pressesprecherin des Kreises Kleve, auf NRZ-Nachfrage mit. Die Mauer- und Betonarbeiten sind fertig, das Dach ist eingedeckt, die Fenster eingebaut, die Fassadenarbeiten abgeschlossen. Kurz: Der Rohbau steht inklusive Haustechnik mit Elektro, Heizung, Sanitär, und Photovoltaik-Anlage.

In den kommenden Wochen werden die Außenanlagen angegangen. Dazu gehören Pflasterflächen, Versickerungsanlage (Sickermulde für Regenwasser), Außenbeleuchtung, Einbau der Tore. Gleichzeitig wird der Innenausbau (Estrich, Fliesen- und Malerarbeiten) weiter fortgeführt. Am Ende folgt noch die Einrichtung der neuen Rettungswache mit Einbau der Küche und Möblierung. Die Reeser Rettungswache soll, wenn alles weiter planmäßig verläuft, zum 1. April komplett fertiggestellt sein. „Der Eröffnungstermin steht aber noch nicht fest“, teilte Ruth Keuken mit.

Die internen Wege werden kürzer

Der Neubau der Rettungswache schafft für den Rettungsdienst in Rees deutliche Verbesserungen. Die internen Wege zu den Fahrzeugen werden kürzer, so dass sich die Ausrückzeiten verbessern werden. Zudem ist die Lage der neuen Rettungswache im Gewerbegebiet Zur Jasba in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße 8 strategisch günstig und reduziert zudem – gegenüber der Lage im Wohngebiet am Melatenweg – die mit den Einsätzen üblicherweise einhergehenden Beeinträchtigungen für die Anwohner.

Weiterer Vorteil: Die Wache wird erstmals über getrennte Sanitär- und Duschanlagen für männliche und weibliche Beschäftigte und ausreichende Aufenthalts- und Ruheräume verfügen. Neu ist auch die sogenannte „schwarz-weiß-Trennung“ in der Übergangszone von der Fahrzeughalle in die Sozialräume. Das heißt: Fahrzeughalle (schwarz) ist durch einen Desinfektionsraum von Wache und Sozialräumen (weiß) getrennt. Das Raumangebot wird insgesamt den gestiegenen Bedürfnissen angepasst.

Der Kreistag hat mit seinem „Ja“ zum Wirtschaftsplans des Rettungsdienstes 2014 für den Bau der Rettungswache Rees einen Betrag in Höhe von 1,35 Millionen Euro bewilligt. Hierin enthalten sind sämtliche Baukosten inklusive Planungskosten, Grunderwerb und Nebenkosten. Für die Einrichtung der Rettungswache sind weitere 30 000 Euro veranschlagt. „Dieser Betrag wird nach aktuellem Kenntnisstand ausreichend sein“, schildert Ruth Keuken.

Derzeit gehören zum Fahrzeugpark ein Rettungstransportwagen (RTW) und ein Krankentransportwagen (KTW). Keuken: „Hieran wird sich auch nach Eröffnung der neuen Wache voraussichtlich mittelfristig nichts ändern.“ Der dritte Stellplatz, der nun eingerichtet wird, ist als Waschplatz ausgelegt und kann bei Bedarf, also auch temporär, zur Unterbringung eines Reservefahrzeuges für den Rettungsdienst im Kreis Kleve genutzt werden. „Sollte sich in Zukunft rechtsrheinisch der Bedarf für ein weiteres Fahrzeug ergeben, könnte dieser Platz ebenso dafür genutzt werden“, teilte die Kreis-Pressesprecherin mit. In Sachen Betuwe ist der Rettungsdienst als sogenannter Träger öffentlicher Belange im Planfeststellungsverfahren beteiligt. Landrat Wolfgang Spreen nutzt darüber hinaus, so Ruth Keuken, insbesondere bei repräsentativen Terminen jede Gelegenheit zu Gesprächen, um im Zusammenhang mit der Betuwe die Anforderungen von Feuerwehren und Rettungsdienst positiv zu beeinflussen.

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