Bälle tanzten im Schwungtuch

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Haldern..  Die Mädchen und Jungen von Grundschule Haldern und den beiden Kitas St. Joseph und Waldzwerge können gar nicht abwarten, bis Beate Anhuf-Mölders das Startsignal gibt. Sie heben und senken ohne Aufforderung ihre Arme und bringen so das Schwungtuch in Schwingung. Als die Leiterin sozialer Dienst dann auch noch Bälle aufs Schwungtuch wirft, kreischen die Kinder und es macht ihnen sichtlich Spaß, die Bälle auf dem Tuch tanzen zu lassen. Was auch den alten Menschen, die ebenfalls das Tuch rhythmisch schwingen, ein Lächeln aufs Gesicht zaubert – bei der Projektwoche im Alten- und Pflegeheim St. Marien.

„Genau solche Momente sind uns wichtig“, sagt Geschäftsführer Johannes Fockenberg. Im vergangenen Jahr waren die Projekttage im Rahmen der Festwoche erstmals über die Bühne gegangen. „Mit so viel Erfolg, dass sie nun künftig jedes Jahr geboten werden sollen“, verspricht Johannes Fockenberg. Es geht ihm und seinem Team einerseits darum, die 85 Bewohner von St. Marien mit schönen Erlebnissen aus ihren Alltagstrott zu reißen, ihnen andererseits die Möglichkeit zu geben, Spaß und Freude mit Angehörigen, Freunden und Kindern zu teilen.

Gestern standen Sport und Spaß auf dem Programm. An die Senioren wurden Fliegenklatschen verteilt, die Kinder erhielten Luftballons, die sie mit einem Schubs Richtung Senior-Partner entließen. Diese klatschten die Ballons zurück – was Jung und Alt sichtlich Spaß machte. Schließlich endete das Spektakel mit zahlreichen „Pengs“ materialmüder Luftballons. Der Nachmittag stand dann im Zeichen des „Spiel ohne Grenzen“, bei der der Sportverein Haldern die (Leitungs-)Fäden in der Hand hielt.

Am Tag davor standen Kreativangebote auf dem Programm, heute geht es mit dem Angebot „Geistig fit in den Tag“ weiter. Dann werden die Schüler der Altenpflegeschule Rhede einen Gedächtnisparcours aufbauen und wollen mit Ratespielen die Sinne der älteren Menschen anregen. Um Wohlgefühl und Entspannung geht es bei der Aromatherapie am Nachmittag, vorgestellt von der Apotheke am Stadtgarten. Mit Tanzmusik endet der Tag. Alles findet übrigens im Park der Generationen statt, in dem eigens ein großes Zelt aufgeschlagen wurde. „Weil uns ja der Saal für solche Aktivitäten fehlt“, erinnert Geschäftsführer Fockenberg.

Der Abschluss der Projektwoche wird am morgigen Donnerstag sein. Dann macht die Fronleichnamsprozession an St. Marien halt. Denn im dortigen Park der Generationen steht der vierte und letzte Altar.

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