Ausstellung in Emmerich bietet Raum für eigene Geschichten

Casper ter Heerdt neben einer seiner Skulpturen aus Bronze.
Casper ter Heerdt neben einer seiner Skulpturen aus Bronze.
Foto: FUNKE Foto Services
Die Ausstellung „Heimliches Heimkommen“ eröffnet Freitag im „Haus im Park“. Der niederländische Künstler Casper ter Heerdt lässt Interpretationen zu.

Emmerich.  Im niederländischen Babberich nahe Elten ist er aufgewachsen, auch Emmerich ist ihm nicht fremd: Der niederländische Künstler Casper ter Heerdt hat sich bislang vor allem durch selbstgestaltete Bronze-Skulpturen hervorgetan, schon häufiger waren seine Werke vor Ort in Gemeinschaftsausstellungen zu sehen. Nun darf er sich allein im „Haus im Park“ ausbreiten. Wobei ausbreiten relativ zu verstehen ist – der Künstler lässt den Besuchern viel Raum, um eigene Geschichten zu erzählen.

Werke können gekauft werden

„Jeder soll seine eigene Interpretation finden“, so ter Heerdt. „Das ist ja das Schöne daran, Künstler zu sein“, nimmt er sich die Freiheit, nicht auf eine Aussage festgelegt zu werden. Die Ausstellung „Heimliches Heimkommen“ wird morgen Abend um 19 Uhr Eröffnung feiern. Noch bis zum 16. Oktober können Kunstinteressierte die Schau sehen und auch Werke des Niederländer vor Ort käuflich erwerben.

Der Kunstverein Emmerich ermöglicht es ter Heerdt, nach der kleinen Sommerpause, seine Vision im Haus im Park realisieren zu können. „Zum ersten Mal habe ich seine Arbeiten im ‘Artoll’ auf der anderen Rheinseite gesehen“, berichtet Werner Steinecke, der Vorsitzende des Vereins. Ihm war bereits damals, vor einigen Jahren, klar, dass es in Zukunft eine Zusammenarbeit geben muss. Kleinere Kollaborationen habe es dabei bereits gegeben. Eine eigene Ausstellung hatte der Kunstverein ter Heerdt bislang nicht gewidmet.

Nun sei der Zeitpunkt aber günstig gewesen. Ursprünglich hatte Steinecke angedacht gehabt, dass der Künstler mit seiner Ausstellung die Geschichte des Hauses Revue passieren lässt. „Das war eine Idee, über die wir gesprochen haben“, erklärt Steinecke. „Ich habe dann aber doch meine eigene Vision entwickelt“, so der Niederländer ter Heerdt.

Eine imaginäre Person hat nun das bezogen und es zu seinem Heim gemacht. Einflüsse aus seiner eigenen Kindheit hat ter Heerdt dafür einfließen lassen, wie er erklärt. „Ich habe auch noch die zwei Damen gespürt, die hier zuletzt gewohnt haben.“

Gemeinsam die Welt erhalten

Im Erdgeschoss sowie in der ersten Etage hat ter Heerdt Installationen umgesetzt – auch mit der Zerstörung der Welt setzt er sich dabei auseinander. „Warum müssen wir uns ständig streiten? Warum arbeiten wird nicht gemeinsam daran, diese Welt zu erhalten?“, fragt sich der in Nimwegen lebende Künstler. Eigene Antworten darauf können die Besucher finden.

 
 

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