Auf dem Einrad durch Rees und Emmerich

Ein Hingucker. Der Spendenbutler Jörn Dreuw fällt wie hier auf der Rheinpromenade in Rees sofort auf.
Ein Hingucker. Der Spendenbutler Jörn Dreuw fällt wie hier auf der Rheinpromenade in Rees sofort auf.
Foto: Funke Foto Services
Der Aachener Journalist Jörn Dreuw kam auf seiner Deutschland-Tour auf einem besonderen Gefährt an den Niederrhein, um an die Erdbeben-Katastrophe vor drei Monaten zu erinnern.

Rees/Emmerich..  Das schwere Erdbeben in Nepal, bei dem viele Tausend Menschen ums Leben gekommen sind und noch viel mehr ihr Zuhaue verloren haben, liegt gerade mal drei Monate zurück. Doch wegen der vielen Katastrophen-Nachrichten, die danach von überall folgten, ist die Tragödie in Vergessenheit geraden. Um an das Leid der Menschen in Nepal zu erinnern und gleichzeitig um Hilfe zu bitten, tourt der Aachener Journalist und ausgebildete Butler Jörn Dreuw mit elektrischem Einrad durch Deutschland. Jetzt machte er Halt in Rees und Emmerich.

Zur Monsunzeit haben immer noch unzählige Menschen in Nepal kein Dach über dem Kopf, klagt Dreuw, der seit Mai unterwegs ist und bisher 600 Kilometer hinter sich hat. Die Menschen seien dringend auf Lebensmittel-Hilfen angewiesen, zudem funktioniere die Trinkwasser-Versorgung vielerorts nicht. „Es ist immens wichtig, dass die Erdbeben-Katastrophe weiter Thema in den Medien bleibt, um Spenden wegen der verheerenden Folgen zu erhalten“, appellierte er auch an die hiesige Bevölkerung zu helfen.

Unterwegs mit Hightech-Einrad

Damit er auch in den Medien wahrgenommen werde, sei er mit dem Hightech-Einrad unterwegs. „Es fehlen noch Hunderte Millionen an Spenden für existenzielle Soforthilfe“, machte der 45-jährige Journalist deutlich, der an der internationalen-Akademie in den Niederlanden auch seinen Butler-Abschluss gemacht hat.

Als „Spenden-Butler“ radelt er jetzt über Land, macht zurzeit an den großen Flüssen Halt. Und wirbt dafür, langfristige Projekte zu unterstützen. „Beispielsweise durch eine Patenschaft zur Finanzierung eines Schulbesuches für ein Kind“, sagte er. Nur so habe Nepal eine Chance zu überleben.

Auf seiner Deutschlandreise, also auch in Rees, verteilte der engagierte Aachener lediglich Flyer mit Hinweisen auf die von ihm sorgfältig ausgesuchten Hilfsorganisationen. „Damit das Geld auch wirklich in Nepal ankommt, habe ich vier kleinere Organisationen gesucht, die seit Jahren mit langfristigen Projekten erfolgreich in Nepal arbeiten“, erklärte er.

Die Kosten für die vierwöchige Reise auf dem „Ninebot-One“-Hightech-Einrad trage er selbst, sagte Jörn Dreuw. Sponsoren, beispielsweise für die Leihgabe des Einrades, sowie der Video-Ausrüstung würden auf der Internetseite der Aktion genannt.

Die vier vom Spenden-Butler unterstützten Hilfsorganisationen sind Shanti Leprahilfe Dortmund e.V., Back to Life e.V., Sahaya – Hilfe für Nepal e.V. und Himalayan Procet e.V. Übrigens: Gestern fuhr der Butler weiter nach Emmerich, wo ihn sicher auch der ein oder andere sichten wird.

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