Anti-Atom-Windräder drehten sich

Greenpeace Stand in der Emmericher Kaßstrasse. Foto Dirk Schuster WAZ FotoPool
Greenpeace Stand in der Emmericher Kaßstrasse. Foto Dirk Schuster WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Emmerich..  Premiere: Zum ersten Mal in Emmerich war jetzt die Greenpeace-Gruppe Niederrhein mit einem Info-Stand auf dem Nikolaus-Groß-Platz vertreten. „Wir wollen mit den Leuten reden und Unterschriften sammeln gegen Atomkraft“, so Gruppenleiter Alexander Oslislo, der mit sechs weiteren Aktiven den Stand betreute.

Mit dabei auch die Emmericherinnen Ute und Eva Tück und Jasmin Fuhrmeister. Ute Tück ist schon seit den 80er Jahren Fördermitglied von Greenpeace. „Und seit Fukushima mache ich nun erst recht weiter mit“, meinte sie: „Man hatte das Unglück von Tschernobyl ja schon fast vergessen.“

Eva Tück und Jasmin Fuhrmeister sind ganz frisch bei Greenpeace aktiv. „Seit drei Wochen. Das ist unsere erste Aktion. Wir wollen uns für die Umwelt und für erneuerbare Energien einsetzen“, beschrieben sie ihre Motivation.

Ablauf des Moratoriums

„Wir sagen nicht nur, dass wir gegen etwas sind, sondern zeigen konkret auf, wie man den Atomausstieg schaffen kann“, erläuterte Oslislo. Über 50 Unterschriften kamen zusammen, die mit allen von Greenpeace bundesweit gesammelten Listen an Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Ablauf des Moratoriums für alle Atomkraftwerke übergeben werden sollen.

„Deutschland ist erneuerbar, Frau Merkel!“ heißt es in den Listen. Die Kanzlerin wird darin aufgefordert, die sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke, den Pannenreaktor Krümmel und Neckarwestheim 2 sofort abzuschalten sowie die übrigen bis spätestens 2015. Außerdem soll bis 2050 die Stromversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt sein.

Für jede Unterschrift wurde ein Anti-Atom-Windrad aufgestellt, das am Stand gebastelt werden konnte. Die von den 100 bundesweit tätigen Greenpeace-Gruppen gesammelten Windparks sollen in Hamburg als Symbol aufgebaut werden.

Zahlreiche interessierte Besucher konnten Aufkleber und Sticker sowie Informationen über den Wechsel zu Ökostromanbietern und Broschüren von Greenpeace mit nach Hause nehmen.

 
 

EURE FAVORITEN