65 Verstöße gegen das Handy-Verbot

Kreis Borken.  Die Polizei nennt es ein Phänomen. Ein lebensgefährliches noch dazu. Gemeint ist das Benutzen des Mobiltelefons während der Fahrt. Bereits vor einiger Zeit kündigte die Kreispolizei Borken an, sich um diese Problematik verstärkt zu kümmern. In dieser Woche wurden dann Nägeln mit Köpfen gemacht.

Kreisweit wurden Verkehrskontrollen durchgeführt. Dabei wurden 51 Kraftfahrzeugführer und 14 Radfahrer angehalten, weil sie während der Fahrt verbotswidrig das Mobiltelefon benutzt hatten. Der bundeseinheitliche Tatbestandskatalog sieht für Radfahrer ein Verwarnungsgeld in einer Höhe von 25 Euro und für Kfz-Führer ein Bußgeld in einer Höhe von 40 Euro und einen Punkt in der Verkehrssünderdatei vor. Achtung: Ab dem 1. Mai dieses Jahres wird sich das Bußgeld für Kraftfahrer auf 60 Euro erhöhen.

Gefahr für sich und andere

Nicht nur das Telefonieren während der Fahrt sondern sämtliche Benutzung des Mobiltelefons ist verboten, sofern das Telefon dafür in die Hand genommen wird.

Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist.

Viele Verkehrsteilnehmer telefonieren nicht nur während der Fahrt, immer häufiger werden auch eingegangene Nachrichten gelesen, „Filmchen“ geschaut und auch selbst Nachrichten geschrieben. Die Polizei warnt: „Dies ist lebensgefährlich. Man gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere.“ Wer nur eine Sekunde auf das Display seines Handys schaut, ist bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h knapp 28 Meter ohne jede Reaktions- oder Wahrnehmungsfähigkeit unterwegs. Und die Ablenkung durch den Blick auf das Handy dauert oft länger als eine Sekunde.

Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, dass Handy während der Fahrt nicht zu benutzen. Kein Anruf und keine Nachricht kann so wichtig sein, dass dafür die eigene und die Sicherheit anderer Menschen riskiert werden darf.

Die Beamten stellten bei den Kontrollen zudem weitere Verstöße fest: 46 Kraftfahrer waren nicht angeschnallt, zwei Kinder waren nicht ausreichend gesichert befördert worden, drei Autofahrer hatten das Rotlicht an Ampeln nicht beachtet, zwei Radfahrer waren ohne eingeschaltetes Licht und acht auf der falschen Straßenseite unterwegs gewesen.

 
 

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