5170 Wegweiser überprüft

Guido Weßling bei der Kontrolle der Schilder
Guido Weßling bei der Kontrolle der Schilder
Foto: NRZ
Zweimal im Jahr ist der Kreisbetrieb auch in Isselburg zur Pflege des Radwegenetzes unterwegs

Isselburg/Kreis Borken.  Wer kennt sie nicht. Die weißen Hinweisschilder mit roter Schrift und rotem Rand. Das stilisierte Fahrrad, in der Ecke aufgedruckt, macht eindeutig deutlich, für wen die Routen gedacht sind. Auch in allen Isselburger Ortsteilen gehören die Hinweisschilder zum festen Stadtbild.

Denn die Stadt Isselburg, mit ihrer einzigartigen Lage an der Schnittstelle zwischen Münsterland und dem Niederrhein, ist Teil einer beliebten Radfahr-Region. Etwa 1250 Kilometer Radwege verlaufen allein durch den Kreis Borken.

Diebstahl und Graffiti

Für Orientierung entlang der Routen sorgen dabei rund 5170 der angesprochenen Wegweiser, die an 2065 Standorten platziert sind. Damit das auch dauerhaft so ist, werden alle diese Standorte regelmäßig kontrolliert. Zweimal jährlich ist der Kreisbetrieb zur Pflege des Radwegenetzes unterwegs.

Üblicherweise sind wie bei allen Verkehrszeichen die Straßenbaulastträger (Land, Kreis oder Kommune) für die Beschilderung zuständig. In Abstimmung mit seinen Städten und Gemeinden übernimmt der Kreis Borken innerhalb des Kreisgebiets die Kontrolle und Pflege aller Hinweisschilder des Radwegenetzes. Auch die Erstaufstellung hat seinerzeit der Kreis Borken durchgeführt. Mit der Kontrolle sind Ludwig Thering, Guido Weßling und Erwin Thesing vom Kreisbetrieb jeweils etwa vier Wochen beschäftigt. Immer wieder werden Schilder gestohlen oder mit Graffiti beschmiert, so Peter Sonntag, Leiter des Betriebs für Straßen, Gebäudewirtschaft und Grünflächen des Kreises Borken.

Die Idee eines solchen Radwegenetzes in Form von Waben stammt ursprünglich aus den Niederlanden. „Als wir hier 1990 im Münsterland das Radwegenetz ebenfalls so angelegt haben, galt das bundesweit als Pilotprojekt“, erklärt Hubert Grothues, Leitender Kreisbaudirektor des Kreises Borken. Das Projekt unter dem Namen „Radwegesystem 2000“ (RWS 2000) etablierte sich, inzwischen sind die rot-weißen Hinweisschilder bundesweit anerkannte Verkehrszeichen.