1159 Euro Schulden je Isselburger Bürger

Bürgermeister Rudi Geukes und Kämmerer Mario Deckers.
Bürgermeister Rudi Geukes und Kämmerer Mario Deckers.
Foto: FUNKE Foto Services
In der nächsten Woche will die Stadt Isselburg ihren Haushaltsplan für 2015 verabschieden. Auch künftig muss die Stadt weiter sparen.

Isselburg..  1159 Euro – so hoch soll die Pro-Kopf-Verschuldung je Bürger am Ende des Jahres in Isselburg sein. Zum Vergleich: Der Kreis Borken gehörte 2013 mit 1092 Euro Schulden je Bürger zu den NRW-Kommunen mit der niedrigsten Pro-Kopf-Verschuldung. In Oberhausen hingegen lag die Pro-Kopf-Verschuldung bei stolzen 8687 Euro je Bürger in 2013.

Eine halbe Million Euro tilgen

Um die Pro-Kopf-Verschuldung zu senken, wird die Stadt in diesem Jahr über eine halbe Millionen Euro Schulden tilgen. Der Schuldenstand soll dann, so plant es der Kämmerer, am 31. Dezember 2015 auf 12 407 241 Euro stehen. Denn die Aufnahme weiterer Schulden ist für dieses Jahr nicht geplant.

Die Finanzen der Stadt stehen vor allem in der kommenden Woche im Fokus. Denn dann entscheidet die Politik in der nächsten Ratssitzung (siehe Box) über den Haushaltsplan 2015. Dessen Entwurf hat Kämmerer Mario Deckers im Dezember vergangenen Jahres vorgestellt. Seither wird in den Fachausschüssen über mögliche Änderungen unter anderem bei den Ausgaben beraten.

Nach jetzigen Berechnungen wird es keine schwarze Null unter der Einnahmen- und Ausgaben-Rechnungen geben. Über eine Million Euro wird das Haushaltsdefizit wohl im Jahr 2015 betragen. Große Positionen auf der Einnahmenseite sind etwa die Gewerbesteuer mit 3,9 Millionen Euro oder auch der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer mit rund 3,7 Millionen Euro. Auf der Ausgaben-Seite schlagen hingegen Personal- und Versorgungskosten mit fast vier Millionen Euro und Sach- und Dienstleistungen mit rund 3,8 Millionen Euro ins Gewicht.

Apropos Personal: Im vergangenen Jahr diskutierte der Rat vor der Haushaltsverabschiedung lange in einem nicht-öffentlichen Teil über den Stellenplan der Stadt. 45 Minuten musste dazu die laufende Sitzung unterbrochen werden. In diesem Jahr wird es daher noch vor der eigentlichen Sitzung nicht-öffentlich über Stellenpläne gehen. In der nächsten Ratssitzung kommt unter anderem ein bekanntes Thema aus dem vergangenem Jahr aufs Tableau. SPD und Grüne beantragen dieses Mal gemeinsam die Beflaggung öffentlicher Gebäude mit der Tibetflagge am 10. März. 2014 wurde ein solcher Antrag schon einmal abgelehnt.

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