Zwölf Liebeslieder für Duisburg – Sieger aus Rheinhausen

Die Finalteilnehmer stellten im Grammatikoff ihre Duisburg-Songs vor.
Die Finalteilnehmer stellten im Grammatikoff ihre Duisburg-Songs vor.
Foto: FUNKE Foto Services
Beim Finale des ersten „Ich bin DU“-Wettbewerbs präsentierten junge Musiker ihre Kompositionen – von der „Kleinen Oper“ bis hin zum Rocksong.

Duisburg.. So viele Liebeserklärungen hat Duisburg wahrscheinlich noch nie an einem Abend gehört: Beim Finale des ersten „Ich bin DU“-Wettbewerbs präsentierten am Donnerstag junge Musiker ihre selbstkomponierten Duisburg-Lieder auf der Bühne im Grammatikoff vor etwa 250 Zuschauern. Im Oktober hatte die Musik- und Kunstschule gemeinsam mit Peter Burschs Gitarrenschule zu dem Wettbewerb aufgerufen. Etwa 20 Lieder wurden eingesandt. „Uns fehlt der Nachwuchs. Wir wollen die junge Generation motivieren, die Smartphones gegen die Instrumente einzutauschen“, schildert Peter Bursch den Ausgangspunkt.

Das Finale beginnt mit dem jüngsten Streichorchester Duisburgs: Die „Violinos Plus“ stellen ihre „Kleine Duisburg Oper“ vor. Etwa 20 Jungen und Mädchen zwischen fünf und zehn Jahren halten ihre Bögen bereit. Auf Zeichen ihres Musiklehrers Joachim Schaefer streichen sie nicht nur über die Saiten ihrer Violinen, Bratschen und Celli, sondern singen auch über schöne und weniger Seiten Duisburgs: „Auf dem Boden liegt viel Müll und in den Straßenbahnen stinkt’s, kaputte Schultoiletten. Muss das denn sein?“ Der Musiklehrer sagt: „Das Lied haben wir zusammen entwickelt. Alle haben ihre Ideen miteingebracht.“

Fünfköpfige Band „Basement“ siegt

Einen Text braucht Binyamin Inbrahim Vogt nicht. Der Achtjährige präsentiert sein selbst geschriebenes Horn-Solo „Ein Spaziergang durch Duisburg“. Dabei vertont er zum Beispiel die Sechs-Seen-Platte und die Industrie, wie die Zuschauer an einem Bildschirm ablesen können. Und schließt man die Augen, hat man tatsächlich einen großen See mit Schwimmern vor Augen. Allein schon, wie Binyamin das schwierige Instrument spielen kann, ist beeindruckend. Dass er die Melodie ganz allein komponiert hat, setzt dem Ganzen noch das Sahnehäubchen auf.

Der Abend im Grammatikoff präsentiert sich vielfältig und multikulturell. Der Chor Bathalo aus Rheinhausen singt sein Lied gleich in drei Sprachen: deutsch, türkisch und romanes. Die verschiedenen Nationen der Duisburger sind in vielen Liedern Thema, genauso wie der MSV und die Industrie. Jeder Auftritt setzt das aber unterschiedlich um, begeistert auf andere Weise und lässt das Publikum jubeln und klatschen.

"Ihr habt das wirklich gerockt"

Die fünfköpfige Band „Basement“ aus Rheinhausen erobert mit ihrem Duisburg-Song die Bühne. „Du willst nach Düsseldorf? Dann guck doch, was du hier alles verpasst“, singt die 16-jährige Frontfrau Florence und lobt ihre Heimatstadt als „bittersüß und trotzdem elegant.“

„Ihr habt das wirklich gerockt“, lobt Radio-Duisburg-Moderatorin Jannine Kolecki, die durch den Abend führt. Und bringt den jungen Musikern den Hauptpreis: eine professionelle Video-Produktion. „Der Auftritt von Basement war perfekt, professionell und hat uns überzeugt“, begründet Schie die Entscheidung der Jury.

Die Wettbwerbsteilnehmer

Violinos Plus (das jüngste Streichorchester der Musik- und Kunstschule, hat einen Live-Auftritt gewonnen), die Gitarren AG vom Franz-Haniel-Gymnasium, die Immersatt-Kids (haben ein Coaching bei Anja Lerch gewonnen), Binyamin Ibrahim Vogt (achtjähriger Hornist, hat einen Gutschein für den Music-Store in Düsseldorf gewonnen), MaLeA (ein Trio von Peter Burschs Gitarrenschule), Basement (fünfköpfige Band aus Rheinhausen, hat eine Video-Produktion gewonnen), B.S. Band (Band der Heinrich-Böll-Schule in Meiderich, hat ein Coaching bei Peter Bursch gewonnen), Nihat Iman (Bağlama-Solist), Etwentyfive (Chor des Sophie-Scholl-Berufskollegs in Marxloh), Globusband (Band der Gesamtschule Globus, hat eine Audio-Produktion ihres Liedes gewonnen), Bahtalo (Chor der Kinder- und Jugendbühne Bahtalo, hat einen Gutschein für den Music-Store in Düsseldorf gewonnen) und Eure Lieblingsband (Band des Franz-Haniel-Gymnasiums, hat eine Audio-Produktion ihres Liedes gewonnen).

 
 

EURE FAVORITEN

Warum sich die Polizei bei Fahndungen nicht direkt an die Öffentlichkeit wendet

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.
Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

Warum sich die Polizei bei Fahndungen nicht direkt an die Öffentlichkeit wendet

Beschreibung anzeigen