Zweites Kultur-Camp fordert Respekt

Ute Hildebrand-Schute
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Die bürokratischen Hürden sind gewaltig, das Projekt ist ein ganz tolles, befindet die Duisburger Künstlerin, Autorin und Dozentin Sigrid Beuting. Zum zweiten Mal hat Duisburg den Zuschlag bekommen für das von ihr initiierte und organisierte „Kultur-Camp Du“, das in den Sommerferien startet und insgesamt 20 Kindern und Jugendlichen unter dem Thema „Respekt“ einen Einblick geben will in die Welt von Kunst und Kultur. Jeweils am Anfang und am Ende der Sommerferien starten die beiden zweiwöchigen Camps, die für die Teilnehmer komplett kostenlos sind.

Projekt ist auf fünf Jahre angelegt

Schon im vergangenen Jahr hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" aufgelegt und bis 2017 mit einem zweistelligen Millionenetat ausgestattet. In Duisburg kooperieren für die Teilnahme der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) Niederrhein, die Duisburger Bibliotheksstiftung, das städtische Amt für Soziales und Wohnen sowie das Wilhelm Lehmbruck-Museum. Auf fünf Jahre ist die Projektplanung in Duisburg angelegt, Anträge müssen allerdings jedes Jahr aufs Neue gestellt werden. Letztes Jahr war Duisburg mit dem Thema „Cool“ dabei. Quasi auf den letzten Drücker hat Sigrid Beuting dieser Tage die Bewilligung für 2014 erhalten – Anmeldungen sind ab sofort möglich. Aufgenommen werden Kinder und Jugendliche im Alter zwischen elf und 18 Jahren.

Sigrid Beuting verfolgt das Ziel, Selbstbewusstsein und Kreativität bei den Jugendlichen zu fördern, ihnen neue Ausdrucksformen und Wege zu erschließen. In der ersten Woche will sie den Kindern und Jugendlichen jeweils Grundlagen der verschiedenen Techniken vermitteln, von Malerei, Zeichnung, Collage, Druck, Foto/Video und Skulptur bis hin zu Text. Gearbeitet wird im Hof des Atelierhauses Baerl, weitgehend unter freiem Himmel. Geplant sind aber auch Exkursionen in die nähere Umgebung.

In der zweiten Woche soll dann eine Text-Werkstatt mit der jungen Duisburger Lyrikerin, Autorin und ersten Kulturpreisträgerin Lütfiye Güzel in der Stadtbibliothek ganz andere Impulse geben. Vorgesehen ist auch der Besuch des Wilhelm Lehmbruck-Museums, vielleicht noch anderer Museen. Am Ende der Camps steht eine öffentliche Präsentation mit Familien und Freunden.

Die Teilnahme ist kostenlos, das gilt auch für die benötigten Materialien, die Fahrten bei den Exkursionen, den Eintritt in die Museen und sogar für die Verpflegung mit Frühstücksbüfett am Morgen und Catering am Mittag. Selber organisieren und finanzieren müssen die Teilnehmer lediglich die Fahrt zum Atelierhaus Baerl (Schulstr. 64). Die Bushaltestelle „Alte Schule“ liegt aber direkt vor der Haustür.