Zwei Männer bei Messerstecherei in Duisburg schwer verletzt

Zwei Schwerverletzte, vier Festgenommene: Das ist die Bilanz einer Messerstecherei an der Duisburger Heerstraße am Samstagabend.
Zwei Schwerverletzte, vier Festgenommene: Das ist die Bilanz einer Messerstecherei an der Duisburger Heerstraße am Samstagabend.
Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
Bei einer Messerstecherei sind am Samstagabend in Duisburg zwei Männer schwer verletzt worden. Einer der Verletzten war kurz zuvor schon bei einem anderen Streit aufgefallen. Die Polizei nahm vier Männer fest. Was zu der Gewalt geführt habe, sei völlig unklar, sagte ein Sprecher.

Duisburg. Zwei blutige Auseinandersetzungen an der Peripherie des Hochfelder Rotlichtviertels lösten in der Nacht zum Sonntag einen Großeinsatz der Polizei aus. Insgesamt drei Menschen wurden verletzt.

Gegen 19.04 Uhr war die Polizei zunächst zu einem Wohnhaus an der Heerstraße gerufen worden. Zwischen einem 44-jährigen und einem 39-jährigen Bewohner aus Südosteuropa war es zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Beide Beteiligte wurden dabei leicht verletzt. Zunächst konnte der Streit beigelegt werden. Kurz vor halb neun am gleichen Abend musste die Polizei dann erneut ausrücken. In einem Kiosk an der Ecke Charlotten- und Plessingstraße war es zu einer weiteren Auseinandersetzung von mehreren Personen gekommen.

Mit dabei: der schon zuvor beteiligte 44-Jährige. Er und ein 32-jähriger Mann wurden durch Messerstiche verletzt. Beide wurden in ein Krankenhaus gebracht. Insgesamt nahm die Polizei vier weitere Personen fest.

Zweite Tat könnte ein Racheakt gewesen sein

Möglicherweise, so die Mutmaßung von Beobachtern, handelte es sich bei der zweiten Tat um einen Racheakt für die vorangegangene Auseinandersetzung. Laut offizieller Pressemitteilung der Polizei, die in Absprache mit der Staatsanwaltschaft erfolgte, ist die Motivlage für das Geschehen „momentan völlig unklar“. Die Ermittlungen dauern an.

Ein Anwohner der Charlottenstraße berichtete der Redaktion, er habe zunächst Geschrei gehört, dann Leute mit Knüppeln und Baseballschlägern vorbei laufen sehen. Daraufhin habe er den Notruf der Polizei gewählt, sich aber nicht selbst auf die Straße getraut.

 
 

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