Zum Jahresauftakt starten starke Filme

Neues Jahr, neues Glück: Es gibt nicht wenige Cineasten, die dem Kinojahr 2014 keine einzige Träne nachweinen. Zu rar waren die wirklichen Sternstunden gesät, zu dürftig war oft das Qualitätsangebot auf der Großleinwand. Die Hoffnungen auf ein vielversprechendes 2015 sind aber berechtigt: Gleich zum Jahresauftakt starten einige sehenswerte Filme.

Geheimtipp aus Südamerika

Sie ist eine der stärksten menschlichen Empfindungen: die Wut. Und wenn sie uns übermannt, verliert so mancher Zeitgenosse die Kontrolle. „Wild Tales“ schildert, episodenhaft erzählt, sechs solcher Momente, in denen Betroffene emotional explodieren. Das ist teils richtig komisch, teils erschütternd mit anzusehen. Der Zuschauer bekommt einen Spiegel vorgehalten, weil er sich selbst in vielen der gezeigten Situationen wiedererkennen wird. Diesen argentinischen Film lobt die Kritik als gelungene Mischung aus Tarantino und den Coen-Brüdern. Er ist der kommerziell erfolgreichste aller Zeiten in Südamerika, war Publikumsliebling auf allen relevanten Festivals und geht als Favorit ins Rennen um den Oscar 2015 für den besten nicht-englischsprachigen Film. „Wild Tales“ im Filmforum am Dellplatz: Do.-Mi. 21 Uhr, Sa. und Mi. auch 15.30 Uhr.

Aus zwei Blickwinkeln

Eleanor und Connor sind ein Traumpaar. Doch ein Schicksalsschlag zerstört ihre so harmonische Beziehung. Beide verfolgen neue Lebenswege, die sie aber immer wieder zusammenführen. Das intensive, berührende Beziehungs-Portrait „Das Verschwinden der Eleanor Rigby“ wollte Regisseur Ned Benson als zweiteiligen Film in die Kinos bringen – einmal aus der Sicht der Frau, einmal aus der Sicht des Mannes erzählt. Auf Druck des Studios wurde dann aber doch nur ein zusammengefügtes Werk daraus. Herausragend die beiden Hauptdarsteller Jessica Chastain („Interstellar“, „Zero Dark Thirty“) und James McAvoy („Der König von Schottland“, „X-Men“). Im Filmforum: Fr.-So. 18 Uhr, Di. und Mi. 20.30 Uhr.

Bergmann-Klassiker

In seiner Reihe „20 Jahre Arthaus“ zeigt das Filmforum noch einmal „Das siebente Siegel“ von Regisseur Ingmar Bergmann aus dem Jahr 1956: Do. 18, Mo. 20.30 Uhr.

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