Zahl der Einbrüche in Duisburg deutlich gestiegen

Die Zahl der Einbruchsdelikte in Duisburg zog 2010 an. Polizei-Experten bieten kostenlos Sicherheitstipps und Vor-Ort-Checks an.
Die Zahl der Einbruchsdelikte in Duisburg zog 2010 an. Polizei-Experten bieten kostenlos Sicherheitstipps und Vor-Ort-Checks an.
Foto: WAZ FotoPool
Rund 1800 Einbrüche gab es nach WAZ-Informationen im Jahr 2010 in Duisburg. Das würde ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeuten. Polizei-Experten bieten Tipps und sogar kostenlose Vor-Ort-Beratung an.

Duisburg. Die Zahl der Einbrüche in Duisburg ist laut WAZ-Informationen im Jahr 2010 auf rund 1800 Fälle gestiegen. Das würde ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeuten, gleichzeitig ist es der höchste Wert in der Statistik für dieses Delikt seit 2001.

Wie Bürger ihre Wohnungen und Firmen ihre Räumlichkeiten wirkungsvoll vor Eindringlingen schützen können, das wissen die Experten von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle. Sie bieten nicht nur Tipps, sondern untersuchen bei Ortsterminen sogar die Sicherheitsvorrichtungen auf mögliche Schwachstellen. Und all das kostenlos.

Ein eingespieltes Team

Uwe Gärtner, Manfred Zimmermann und Peter Schulz sind ein eingespieltes Team. Die drei Polizisten profitieren von ihrer großen Erfahrung im Bereich der Kriminalprävention. Dazu gehört auch, dass sie selbst parat haben, welche Fenster, Türen und Schlösser auf welche Art und Weise „geknackt“ werden können. Aber sie wissen auch, wie den Einbrechern die Einstiegsarbeit massiv erschwert werden kann. Denn der enorme Zeitdruck, der auf den Tätern lastet, lässt diese bei Schwierigkeiten fix von der Tat abrücken. „Über 40 Prozent der Einbruchsversuche werden erfolglos abgebrochen“, nennt Uwe Gärtner einen Wert, der seit Jahren konstant ist.

Es gebe Gelegenheitstäter, weiß Manfred Zimmermann. Und Plantäter. Zu letzterer Gruppe zählen Banden, die heuschreckenartig Stadtteile heimsuchen, so dass sich dort die Fallzahlen sofort spürbar häufen. Die Polizisten empfehlen den Firmen etwa, ihre Räume mit Verriegelungssystemen nachzurüsten oder mit einer Einbruchmeldetechnik auszustatten. Letztere löst nicht nur Alarm vor Ort aus, sondern kann auch eine Nachricht an einen Wachdienst weiterleiten – wobei man wieder beim erhöhten Zeitdruck für den Täter wäre. Es gibt Versicherungen, die schreiben eine solche Technik als bindende Auflage inzwischen vor.

Nur wenige Sekunden

Neben Firmen sind aber Privathaushalte die wichtigste Zielgruppe der Sicherheitsberater. Gärtner demonstriert an einem Modell eindrucksvoll, wie er binnen weniger Sekunden mit einem Schraubenzieher und Muskelkraft ein Fenster aufbricht. Fenster, Wohnungs-, Balkon- und Terrassentüren seien die bevorzugten Einstiegsstellen. Beliebteste Beute ist Bargeld, Schmuck sowie in selteneren Fällen Kleidung. Neben einbruchshemmender Mechanik empfehlen Gärtner und Zimmermann aber auch eine wachsame Nachbarschaft. „Die ist die halbe Miete für guten Schutz“, so Gärtner. Wer gerade in der dunklen Jahreszeit verdächtige Geräusche hört oder verdächtige Personen sieht, der sollte sich nicht zieren, die Polizei zu verständigen. „Wir kommen lieber einmal vergeblich heraus, als später einen Tatort aufnehmen zu müssen.“

 
 

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