Wo es in Duisburg am besten schmeckt

Top-Adresse in Stadtmitte: Das Restaurant Inside im Citypalais, das Foto zeigt die Bar.
Top-Adresse in Stadtmitte: Das Restaurant Inside im Citypalais, das Foto zeigt die Bar.
Foto: NRZ
Inkognito haben Testesser 200 Restaurants in Stadt und Region besucht. Die Bestenlisten in zehn Kategorien listet der neue Gastroführer „Duisburg geht aus“ auf.

Duisburg.. „Duisburg ist mehr als Currywurst.“ So lautet die Botschaft von Tom Thelen, Chefredakteur des neuen Gastronomieführers „Duisburg geht aus“. Über 200 Restaurants haben anonyme Testesser, darunter viele Journalisten, in Duisburg, seinen Nachbarstädten und am Niederrhein besucht, selbst die Rechnung bezahlt und ihre Erlebnisse dann bewertet. Dabei herausgekommen sind Bestenlisten in zehn Kategorien; und Duisburger Restaurants haben hervorragend abgeschnitten. „Wir haben einen bodenständigen Blick, nicht für Gourmets, aber für jeden, der gutes Essen zu schätzen weiß“, sagt Thelen. Vegetarier und Veganer finden auch gute Tipps, für sie gibt es jedoch noch keine eigene Kategorie.

Burgerschmieden

In der neuen dritten Ausgabe des Magazins sind erstmals die besten „Burgerschmieden“ dabei und der Sieger ist „Einfach Grill“ an der Wallstraße, wo Koch Dirk Brendel Spargel, Kalbsleber oder Fjordlachs zwischen die Brotscheiben packt. Die Faktorei im Innenhafen erkämpfte sich mit dem „Rockefeller Triple Cheese“ die Bronzemedaille, gefolgt vom Renzis in Baerl.

Finest Dining

Zur regionalen Spitzengastronomie, ganz nah an der Sterneküche, zählt die Magazinredaktion das Inside im Duisburger Casino (3. Platz). Überzeugt haben die vom Service „formvollendet zelebrierten Menüs“, darunter als Hauptgang ein Saltimbocca vom Seeteufel. Außerdem gut abgeschnitten haben der Akazienhof in Hochfeld (Platz 4) und Friedrichs Bistro NT (Platz 5) hinterm Hauptbahnhof.

Locker & Lounge

Den Sieg in dieser Kategorie, die den Restaurantgästen „Entspannung auf hohem Niveau“ verheißt, holt der Koch Tim Lellau ins Friemersheimer Dorf. Der Inhaber des Schumachers wird dafür gepriesen, dass er „niederrheinische Bodenständigkeit mit mediterraner Raffinesse“ verbindet, etwa wenn er Schlaat (also Stampfkartoffeln) mit Gurken statt mit Endiviensalat durchzieht und dazu krossgebratenes Zanderfilet mit Senfsoße serviert. Auf dem zweiten Platz folgt „Einfach Brendel“ in der Innenstadt, auf dem vierten die Faktorei im Innenhafen.

Gutbürgerlich

Gasthäuser, wo man sich heimisch und geborgen fühlen kann und gleichzeitig willkommen ist, haben die Magazinautoren in Duisburg etliche gefunden, und gleich drei von ihnen führen die regionale Bestenliste an. Sieger ist der Walsumer Hof, der mit seiner großen Auswahl an Fischgerichten überraschte, von traditionell bis exotisch: darunter Miesmuscheln in einem asiatischen Gewürzsud, gebratener Flussbarsch mit selbstgemachter Remoulade oder geräucherte Bachforelle. Geschmeckt hat es zudem im Dreigiebelhaus (2. Platz) an der Nonnengasse im Stadtcentrum sowie im Brauhaus Webster im Dellviertel (3. Platz).

Around the World

Für einen kulinarischen Kurzurlaub nach Laos, Mexiko oder nach Polen, Indien oder Arabien muss man nicht weit reisen. Ausflüge innerhalb Duisburger Stadtgrenzen (mit zwei Abstechern nach Oberhausen) genügen. Als die Topadresse für internationale und exotische Küche empfehlen die Testesser das Homme D’or an der Homberger A40-Brücke. Bekannt ist das Restaurant dafür, europäische Gerichte mit asiatischen zu verbinden, doch Essen aus beiden Kulturkreisen bestehen dort auch nebeneinander. Dabei bleiben alle Aromen wahrnehmbar, so die Bewertung, ob bei der scharfen Tom Yum Suppe oder der noch schärferem Putenbrust Hayinen. Kenner scharfer Chilis schmecken sogar die frische rote Habanero heraus. Die Silbermedaille in dieser Kategorie geht an das thailändische Restaurant Samui am Kuhlenwall, den dritten Platz erobert sich das Lemon Tree, das am Salvatorweg, das vietnamesische Küche bietet und zum ersten Mal im Magazin vertreten ist, ebenso wie das Poukhoun (4. Platz) an der Heerstraße, das laotisch kocht.

Im Grünen

Für Naturfreunde und Ausflügler, die gut essen wollen, hat die Redaktion des Magazin eine eigene Kategorie. Der Spitzenreiter, Im Eichwäldchen in Ehingen, schreibt sie, hätte „auch gut und gerne andere Kategorien gewinnen“ können, „doch dafür liegt er einfach zu idyllisch“. Das Restaurant punktete mit selbstgebrautem Bier und einer Speisekarte, die von Himmel und Erde bis Hirschrücken mit Brombeersoße viele Leckereien bietet.

Mit seinen üppigen Tapas und dem Blick auf den Toeppersee erobert sich Schroeder’s Tafelfreuden den zweiten Platz, während der Drittplatzierte, Renzis in Baerl, mit Barbecue – Burger, Steak, Spareribs – und den Spielmöglichkeiten für Kinder überzeugt.

Dort, im Renzis an der Grafschafter Straße, feierte jetzt „Duisburg geht aus“ seine Veröffentlichung, bei der getestete Köche ihr Können unter Beweis stellten. Wem die vielen Restauranttipps nicht ausreichen, der findet weitere Empfehlungen in der neuen Ausgabe, etwa zu Bars, Kneipen oder Hotels. Mehr als genug, um festzustellen: Duisburg hat tatsächlich viel mehr zu bieten als Currywurst.

Dort gibt’s das neue Magazin mit Ausgehtipps für Duisburger

Das Magazin richtet sich vornehmlich an alle Duisburger, die in ihrer Stadt oder in der Umgebung gut essen wollen. Teilweise werden aber auch weiter entfernte Restaurants, etwa in Xanten oder Sonsbeck vorgestellt. Zudem finden Duisburgbesucher auch etliche Ausgehtipps.

Duisburg geht aus, Verlag Überblick Medien, 180 Seiten, ISSN: 2195-8823, 8,90 Euro; www.ueberblick.de

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