Wie haben Sie 9/11 erlebt? Uni Duisburg-Essen startet Online-Studie

Wissenschaftler der Uni Duisburg-Essen erforschen in einer Online-Studie, wie 30- bis 40-Jährige die Terroranschläge am 11. September 2011 erlebt und verarbeitet haben. Foto: Henny Ray Abrams/afp
Wissenschaftler der Uni Duisburg-Essen erforschen in einer Online-Studie, wie 30- bis 40-Jährige die Terroranschläge am 11. September 2011 erlebt und verarbeitet haben. Foto: Henny Ray Abrams/afp
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Die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben die Welt geschockt. Fast jeder kann seine persönliche Geschichte erzählen, wie und wo er die schrecklichen Bilder zum ersten Mal sah. Die Uni Duisburg-Essen erforscht nun mit einer Online-Studie, wie heute 30- bis 40-Jährige die Anschläge erlebt und verarbeitet haben.

Duisburg. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben die Welt geschockt. Fast jeder kann seine ganz persönliche Geschichte erzählen, wie er von der Katastrophe erfahren hat und die erschreckenden Bilder der brennenden Twin-Tower zum ersten Mal sah. Doch kann man deswegen von einer „Generation 9/11“ in Deutschland sprechen? Dieser Frage gehen Soziologen jetzt in einem Online-Diskussionsforum nach. Carsten G. Ullrich und Daniela Schiek von der Fakultät für Bildungswissenschaften erforschen, wie die heute 30- bis 40-Jährigen die Anschläge erlebt und verarbeitet haben.

Die Online-Studie

Unter www.nach911.de kann man ab dem 15. März seine ganz persönlichen Gedanken zum „Tag des Terrors“ loswerden. „Mithilfe der Gruppendiskussion wollen wir untersuchen, wie die Erlebnisse vom 11. September gemeinsam erzählt, gegenseitig ergänzt und beurteilt werden“, erläutert Projektleiter Ullrich. Hat 9/11das Weltbild und die politischen Befindlichkeiten verändert? Gestalten wir unter diesen Eindrücken die Zukunft anders? Das sind die zentralen Fragen, zu denen insbesondere die 1971 bis 1981 Geborenen in Deutschland Stellung nehmen sollen. Eine strikte Altersbegrenzung gibt es jedoch nicht.

Diese Auseinandersetzung mit dem Thema ist neu: „Wir widmen uns einem Sachverhalt, der hierzulande bisher überraschenderweise noch kaum untersucht wurde“, erklärt Ullrich. Die Online-Studie ist Teil der Forschung im Profilschwerpunkt „Wandel von Gegenwartsgesellschaften“ und wird auch von diesem finanziert. Ab dem 15. März ist die Seite freigeschaltet. Erste Ergebnisse sollen im Herbst veröffentlicht werden.

 
 

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