Zehn Jahre Ambulante Erst-Versorgung

AEV-Mitglieder und ihr neues Einsatzfahrzeug.
AEV-Mitglieder und ihr neues Einsatzfahrzeug.
Der kleine Verein aus Friemersheim feiert Geburtstag. Präsenz auf Veranstaltungen.

„Wir sind stolz darauf, dass wir seit zehn Jahren unsere Aufgaben im Bereich der Erstversorgung gut erfüllen konnten“, bilanziert Martin Kohlmann als Geschäftsführer der Rheinhauser Hilfsorganisation „Ambulante Erst-Versorgung“ (AEV) die erste Dekade des Vereins.

Der wurde vor zehn Jahren aus der Not geboren, als Kohlmann und seine Sanitätsfreunde von heute auf morgen praktisch auf der Straße standen. Ihre bisherige Hilfsorganisation stellte ihre Tätigkeit im Rheinhauser Bereich vollkommen ein. Da Kohlmann und seine einsatzfreudigen Sanitätshelfer ihre ehrenamtliche Tätigkeit unbedingt fortsetzen wollten, gründeten sie ihren eigenen Verein: Ambulante Erst-Versorgung.

Gruppe hat 25 Mitglieder

Die Gruppe zählt heute 25 Mitglieder, Jugendliche eingeschlossen, und hat sich bei hiesigen Vereinen und Veranstaltern einen guten Namen geschaffen. Der Verein besetzt in der Regel alle die Veranstaltungen, die für größere Hilfsorganisationen aus terminlichen, logistischen und Ausrüstungsgründen nicht in Frage kommen.

Kohlmann: „Als Organisation sind wir für den Katastrophenschutz zugelassen, aber bei Einsätzen, die ein Rettungsfahrzeug erfordern, müssen wir derzeit absagen.“ Der Verein verfügt aber seit ein paar Monaten über ein Kombifahrzeug, mit dem die Wege zu den Einsatzorten zurückgelegt werden.

Die medizinische Ausstattung der Gruppe umfasst moderne Rettungshilfsmittel wie einen Defibrillator, der bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen gebraucht wird.

Die Einsätze der AEV umfassen Sportveranstaltungen, etwa bei den Handballern des OSC Rheinhausen, Vereinsfeste und Karnevalssitzungen. Auch beim Friemersheimer Kultursommer und bei den Tanztagen in der Rheinhausen-Halle waren die Erstversorger bereits dabei. „Insgesamt leisten wir rund 1500 Stunden im Jahr“, schätzt Kohlmann. Immer wieder bleibt von den Aufwandsentschädigungen bei den Einsätzen eine kleine Summe übrig, die in die Ausstattung investiert werden kann, damit diese auf dem neusten Stand bleibt. Zusammen mit Spendengeldern kamen so auch die rund 10 000 Euro für das Kombifahrzeug zusammen.

Mannschaftswagen ist gewünscht

Der nächste Wunsch des Vereins ist ein Mannschaftswagen für acht Personen. „Da müssen wir uns Schritt für Schritt heran arbeiten“, gibt Rolf Weigelt, Leiter des Sanitätsdienstes, das Ziel der Gruppe vor, die bei der evangelischen Gemeinde in Bergheim ihren Lagerstützpunkt hat, während die Geschäftsstelle von Kohlmanns Büro in Friemersheim organisiert wird.

 
 

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