Vier Sterne – noch ohne Plus

Koch Kai Malczewski  im neu eröffneten Hotel Rheingarten.
Koch Kai Malczewski im neu eröffneten Hotel Rheingarten.
Foto: WAZ-Fotopool
Seit Anfang der Woche ist das Homberger Hotel Rheingarten nach Besitzerwechsel und Umbau wieder geöffnet. Warten auf die Zertifizierung durch den Dehoga.

Der Umbau des Homberger Hotels Rheingarten ist nahezu beendet. Seit Anfang der Woche wohnen in dem 27 Zimmer umfassenden Hochhaus-Bau wieder Gäste und auch das Restaurant ist wieder geöffnet. „Der Umbau war aufwendiger als gedacht“, sagt die Prokuristin Ursula Sorrentino, die für die Packhof GmbH, ein Unternehmen mit weiteren zwei Hotels in Niedersachsen, spricht.

Mit den zunächst geschätzten 500 000 Euro war der irische Investor für den Umbau aller Zimmer, des Restaurants und auch der Terrasse bei Weitem nicht ausgekommen. Der ursprünglich für Mitte März angedachte offizielle Wiedereröffnungstermin wurde auf dem 31. Mai verschoben.

Es ist sehr schön geworden“, sagt Sorrentino nicht ohne Stolz, vier Sterne habe man laut des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) bereits. Um das „Plus“ zu erreichen, das gibt es unter anderem für besonderen Service und außergewöhnliches Mobiliar, muss der Dehoga noch einmal rauskommen, und sich das Hotel ansehen. Gibt er sein Okay, gilt der Rheingarten zusammen mit dem Landhaus Milser in Huckingen und dem Duisburger Hof in der City als Duisburgs bestes Hotel.

Wie angekündigt, hat die Packhof GmbH die Mitarbeiterzahl von bisher sechs auf 14 erhöht, unter anderem einen Küchenchef und den Direktor Nelson Gomez eingestellt. Der Portugiese Gomez (34) hat lange in der Schweiz gearbeitet, zuletzt im Sheraton Zürich.

Von Zürich nach Duisburg

Er freut sich auf die Aufgabe und auch auf den Kontrast zwischen der beschaulichen Schweiz und dem oft hektischen Ruhrgebiet. Eins weiß er bereits nach wenigen Tagen zu schätzen. „Die Preise im Supermarkt sind deutlich niedriger als in der Schweiz, ich habe mich gefühlt wie im Schlaraffenland.“

Ein Doppelzimmer mit Frühstück in dem Business-Hotel ist ab 107 Euro pro Nacht zu bekommen. Anfang Mai soll dann auch die Terrasse fertig sein. Gomez und seine Mannschaft basteln derzeit daran, Angebote für Wochenendgäste und auch Events im Restaurant zu stricken.

Kasten:
52 Hotels gab es in Duisburg (rund 487 000 Einwohner) im vergangenen Jahr. Die Zahl der Betten beträgt 3116, die Auslastung lag bei 34 Prozent.

Zum Vergleich: In Düsseldorf (etwa 593 000 Einwohner) gab es vergangenes Jahr 234 Hotels mit 24 684 Betten. Grund für diesen Unterschied ist laut Deutschem Hotel- und Gaststättenverband unter anderem der hoch frequentierte Flughafen. Zudem sei Düsseldorf Messe- und auch Landeshauptstadt. Auslastung in Düsseldorf: 44,9 Prozent.

Vergleich zu Essen: 572 000 Einwohner): 103 Hotels, 8974 Betten, 42,4 Prozent Auslastung.

 
 

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