US-Oldtimer lockten 700 Besucher nach Duisburg-Rheinhausen

Norbert Frost lud zur Werkstattparty mit Oldtimern nach nach Duisburg-Rheinhausen. 700 Besuchern kamen und schauten. Foto: Tanja Pickartz
Norbert Frost lud zur Werkstattparty mit Oldtimern nach nach Duisburg-Rheinhausen. 700 Besuchern kamen und schauten. Foto: Tanja Pickartz
Foto: WAZ FotoPool
Der vierte Ami-Treff bei Kfz-Frost zog 700 Besucher nach Duisburg-Rheinhausen - Rekord. Donnernde Motoren und familiäre Atmosphäre bestimmten den Nachmittag. Liebevoll restaurierte Karossen glänzten neben Nachbauten des Serienstars Kitt.

Duisburg.. Das Donnern der Motoren schallt über die Parkplätze, es riecht nach Staub und Benzin. Zu einem „Meet, Greet and Eat“ hatte Norbert Frost in seine Rheinhauser Kfz-Werkstatt eingeladen. Wie schon im Vorjahr entwickelte sich daraus eine riesige Party für Freunde und Kenner von Ami-Schlitten. „Stars and Stripes“ soweit das Auge reicht, Harley Davidson und Cadillac vor der Tür, dazu ein mächtiges T-Bone-Steak in familiärer Atmosphäre: Der vierte „Ami-Treff“ zog zahlreiche Besucher in seinen Bann.

Der türkisfarbene Chevrolet 210, der vor dem Werkstattgelände parkt, ist ein Blickfang. Im blank polierten Stahl der Edelkarosse spiegelt sich die Sonne, der stolze Besitzer beantwortet geduldig Fragen. Michael Heidrich ist von Beruf Dachdecker. Seine Leidenschaft aber gilt den Oldtimern, vorzugsweise amerikanischer Herkunft. „Hier dran ist alles original, selbst die Technik im Motor“, erzählt er. Sein Zweitürer Coupé ist elf Jahre älter als Heidrich, ihrer Liebe tut das keinen Abbruch. 238 PS hat sein „Chevi“ unter der Haube, doch auf solche Nebensächlichkeiten komme es nicht an. „Man will gemütlich durch die Gegend fahren, man will gesehen werden“, sagt Heidrich.

Geöffnete Hauben geben Einblick in die "inneren Werte"

Fünfzig Meter weiter, auf einem benachbarten Parkplatz, kommt es sehr wohl auf die „inneren Werte“ an. Hier präsentieren Autofans ihre Ami-Schlitten, frei nach dem Motto: Je lauter, desto besser. Durchdrehende Reifen wirbeln Staub umher und unter den geöffneten Hauben kommt die wahre Pracht zum Vorschein. Die Umstehenden werfen fachmännische Blicke auf die knatternden Motoren und staunen über verchromte Zylinder in Totenkopfform.

Norbert Frost hat dafür kaum Zeit. Er ist ständig in Bewegung, begrüßt Gäste, muss Bier nachkaufen. „Wir sind völlig überrascht, dass der Andrang so groß ist“, sagt der Inhaber der Kfz-Werkstatt. Vor zehn Jahren kamen seine Frau und er das erste Mal mit der Ami-Szene in Berührung. Heute bricht ihr eigener Treff seinen Besucherrekord vom Vorjahr: Rund 700 Gäste sind gekommen.

„Projekt Kitt“ zeigt Nachbauten

Kurzerhand annektieren sie das Gelände der angrenzenden Tankstelle. Hier stehen Jörn Mika und seine Freunde vom „Projekt Kitt“. Zehn Nachbauten des legendären Serienstars aus „Knight Rider“ stehen Spalier für die neugierigen Liebhaber, die sich um die sprechenden Wagen drängen. „An meinem habe ich jede Menge verändert, vom Armaturenbrett bis zu den Rückleuchten“, erzählt Mika. Grundlage für die Replica ist der Pontiac Trans Am, erhältlich bis 1992. Um dem originalen Kitt so nah wie möglich zu kommen, musste eine neue Motorhaube her, den typischen roten Scanner selbstverständlich integriert. „Ohne den geht gar nichts. Das ist das Herzstück des Kitts“, verrät Mika. Sein leidenschaftlicher Blick dabei spricht Bände.

Das Drumherum der Feier entwickelt einen familiären Charme. Im Stuhlkreis neben ihren Schlitten sitzen die “V8-Freunde“ aus Erkelenz, die regelmäßig eigene Treffs veranstalten. Airbrush-Experte Manni Kommoss sprüht Totenköpfe auf Toilettendeckel, Friseursalon „Comic“ schneidet szenische Frisuren. Am Abend rocken die Bands Voodoma und Revenge, bis in die Nacht feiert Frost mit seinen Gästen. Den Sonntag werden die wohl damit zubringen, ihre geliebten Karossen wieder auf Hochglanz zu bringen. Das Auge fährt schließlich mit.

 
 

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