Themen des Jahres – aus Sicht der Rheinhauser SPD

Die versammelte Duisburger SPD-Polit-Prominenz beim Neujahrsempfang in der Rheinhauser Erlöserkirche.
Die versammelte Duisburger SPD-Polit-Prominenz beim Neujahrsempfang in der Rheinhauser Erlöserkirche.
Foto: FUNKE Foto Services
Rheinhauser Sozialdemokraten sprachen beim Neujahrsempfang im Saal der Erlöserkirche unter anderem über Lkw-Verkehr, Naherholung und den Einzelhandel.

Duisburg-Rheinhausen..  Wie lange man nach dem 1. Januar Veranstaltungen noch als „Neujahrempfang“ betiteln kann, muss jeder für sich selbst entscheiden – die SPD des Bezirks Rheinhausen legte ihren dieses Jahr auf den 17. Januar. Im Saal der Erlöserkirche waren etwa 100 Menschen zugegen. Nach einer Ansprache des Bundestagsabgeordneten Mahmut Özdemir steht zunächst das gemütliche Beisammensein bei Kaffee und Gebäck im Vordergrund.

Ein offenes Ohr für ihre Wähler und Parteimitglieder haben die Sozialdemokraten laut eigener Aussage aber selbstverständlich trotzdem. Marcus Mellenthin, neu gewählter Fraktionschef der Bezirksvertretung, spricht über die Pläne der Partei in diesem Jahr. Topthemen seien das Projekt „Duisburg 2027“, dessen Entwicklung betreffe die gesamte Stadt und das prognostizierte Wachstum des Hafens sei mit einem immensen Verkehrsaufkommen verbunden. „In den nächsten zehn Jahren wird sich die Zahl der Lkw, die den Hafen anfahren, verdoppeln“, erläutert Mellenthin.

Und weiter: „Daher ist es wichtig, ein Konzept zu erschaffen, nach dem die Lkw festgelegte Routen fahren sollen – weg von Rheinhausen.“ Liegen solle diese Route unter anderem im rechtsrheinischen Hochfeld.

Leerstand in Hochemmerich

Weitere Projekte seien die Umwandlung von alten bestehenden Gebäuden in neue Wohnquartiere, um nicht weitere Grünflächen bebauen zu müssen, sowie der Ausbau von Naherholungsmöglichkeiten. Andere Ideen für den Stadtteil hat der Ur-Rheinhauser Rudi Lisken: „Ein großes Problem ist der Leerzustand der Geschäfte in der eigentlich sehr lebendigen Rheinhauser City“, sagt er. „Die Partei muss eine Marketinggesellschaft finden, die es sich zur Aufgabe macht, die abgewanderten Geschäfte wieder zurückzuholen.“

Viele SPD-Politiker haben an diesem Vormittag den Weg in die Erlöserkirche gefunden. Neben

Bezirksbürgermeister Winfried Boeckhorst und der Landtagsabgeordneten Sarah Philipp hat sich auch der Vorsitzende des Bezirksverbandes, Reiner Friedrich, den Wecker gestellt. Ihm ist besonders die Einbindung und die politische Beteiligung der Bürger wichtig. Deshalb ruft er offen zu einer der drei Gegendemos am heutigen Montag gegen den Aufmarsch von Pegida in der Innenstadt auf. „Wir hoffen, dass sie SPD ein Zeichen setzt, Pegida hat hier keine Freunde.“

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