Stadt verkauft Baugrundstücke

Martin Krampitz

Stadtplaner nennen es Lückenbebauung: Das Immobilen Management Duisburg (IMD) verkauft sechs Baugrundstücke mit einer Fläche von insgesamt 2678 Quadratmetern an der Seestraße in Bergheim, zum Mindestkaufpreis von 620.000 Euro. Die heutige Brachfläche nahe dem Südrand des Toeppersees ist heute mit Sträuchern, Büschen und Bäumen bewachsen. Hier können in Zukunft Einfamilienhäuser entstehen. Grundlage ist ein Bebauungsplan aus dem Jahr 1968 (B-Plan Nummer 21 A RH). In einem Expose hat das IMD interessierten Bauinvestoren sämtliche Eckdaten aufgeschrieben.

Westlich der Seestraße befanden sich bis Ende der 1950er Jahre die Gleisanlagen eines Verschiebebahnhofs. Es sei daher nicht auszuschließen, dass sich in dem Grundstück noch alte Fundamentreste befänden, heißt es in dem Expose Im Altlastenkataster gäbe es „keine konkreten Hinweise auf relevante Altablagerungen oder Altstandorte“. Dennoch könne das IMD nicht ausschließen, dass Verunreinigungen des Bodens vorhanden sind. „Zudem ist in einigen Bereichen des Stadtgebietes mit Auffüllmaterialien zu rechnen, die aufgrund ihrer Fremdbestandteile (zum Beispiel Aschen und Schlacken) unter Umständen als Bodenbelastungen einzustufen sind.“

Archäologische Funde: Fehlanzeige

Für potenzielle Bauherren ist gut zu wissen, dass die Bodendenkmalbehörde bei einer Untersuchung des Erdreichs keine archäologischen Funde ermittelte. Freilich könne die „Existenz von Kampfmitteln nicht gänzlich ausgeschlossen werden“, so das Expose. Bergsenkungen seien nicht zu erwarten: „Die RAG hält bei der Baumaßnahme Anpassungs- und Sicherungsmaßnahmen gegen bergbauliche Einwirkungen nicht für erforderlich.“

Mit dem Erwerb des gesamten Grundstücks ist der Investor laut Expose zum Bauen verpflichtet. Vorgesehen sind je drei Doppelhäuser auf den sechs Baugrundstücken, die 362, 365, zweimal 383, 400 und 589 Quadratmeter groß sind. Hinzu kommt eine Erschließungsfläche von 211 Quadratmetern in Form eines Stichwegs. Die Kosten für die so genannte Baureifmachung muss der Käufer tragen, sind aber im Mindestkaufpreis berücksichtigt.

Angebote sind bis zum 31. Januar 2017, 16 Uhr, an die Stadt Duisburg, Liegenschaftsmanagement des IMD zu richten, mit dem Stichwort: „Seestraße“, dem Aktenzeichen 837334 und in verschlossenen Umschlägen, wie es in dem Expose heißt. Der weitere Ablauf: Wer dem IMD das höchste Angebot macht und die genannten Bedingungen erfüllt, bekommt den Zuschlag. Wenn die Gremien der Stadt Duisburg zustimmen, insbesondere der Rat der Stadt, erfolgt der Verkauf.