Stadt Duisburg zahlt nicht mehr für Licht auf Privatstraße

Die Wilhelm-Buschfeld-Straße inklusive Beleuchtungsanlage.
Die Wilhelm-Buschfeld-Straße inklusive Beleuchtungsanlage.
Foto: Funke Foto Services
Kein Licht mehr an der Wilhelm-Buschfeld-Straße: Die Privatstraße sei von der öffentlichen Beleuchtung ausgeschlossen. Anwohner sollen Anlage kaufen.

Duisburg.. Seit Anfang des Monats bleibt’s auf der Wilhelm-Buschfeld-Straße in Hochemmerich nachts dunkel. Die Straßenbeleuchtung funktioniert zwar, wird aber nicht mehr eingeschaltet. Die Erklärung dazu liefert die Stadtverwaltung.

„Im Oktober 2014 hatten wir alle bekannten Eigentümer angeschrieben“, so Sprecherin Gabi Priem. Man habe darauf hingewiesen, dass Privatstraßen - um eine solche handelt es sich laut Aussage der Stadt - nicht mehr an die öffentliche Beleuchtung angeschlossen seien. Wenn es gewünscht sei, könne die Beleuchtung privat bezahlt werden. Rückmeldungen seitens der Anwohner seien in einer Frist von sechs Monaten ausgeblieben, so dass die Stadtwerke die kleine Straße zwischen Atroper Straße und Friedrich-Alfred-Straße im Dunkeln ließen.

Frist läuft bis Montag

Ein Leser dieser Zeitung, er hatte sich auch bei den Stadtwerken gemeldet, beschwerte sich darüber, dass das Licht ausblieb, lediglich in einer Nacht habe es noch gebrannt. Das sei ein Versehen gewesen, so Priem. Durch eine fehlende Information beim Störungsdienst hätten die Stadtwerke das Licht eine Nacht lang eingeschaltet, dann wieder, wie beauftragt, ausgeknipst.

Die Stadt geht jetzt davon aus, dass sich die 22 Eigentümer nicht einig geworden waren, ob sie der Kommune die Beleuchtungsanlage abkaufen wollen oder eben nicht. Beim Kaufpreis spricht die Stadt-Sprecherin von „kleinem Geld“, die genaue Höhe mochte sie nicht in der Zeitung lesen. Bis zum 27. April müssten sich die Anwohner der Wilhelm-Buschfeld-Straße nun entscheiden. Sollten sie die Beleuchtung nicht kaufen wollen, würde diese zurückgebaut, „darüber würden die Eigentümer dann aber nochmals schriftlich informiert.“

Eigentümer bezahlen die Beleuchtung der Straße

Zum Hintergrund: Als Privatstraßen gelten alle Straßen, die nicht dem öffentlichen Verkehr nach den Bestimmungen des Straßen- und Wegegesetzes unterliegen. „Sie sind im Eigentum der Anlieger oder auch im Eigentum der Stadt“, erklärt Stadt-Sprecher Falko Firlus. Die Eigentümer, hier die von der Wilhelm-Buschfeld-Straße, bezahlen die Beleuchtung der Straße. Ebenso komme der Eigentümer für Unterhalt und Instandsetzung von Straße, Kanälen und Leitungen auf.

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