Stadt Duisburg siedelt Brandopfer aus Homberg in Abrisshäuser um

Daniel Cnotka und Oliver Kühn
Beim Brand am Mittwoch, 9. Oktober, wurden 44 Menschen gerettet.
Beim Brand am Mittwoch, 9. Oktober, wurden 44 Menschen gerettet.
Foto: WAZ FotoPool
Das abgebrannte Haus an der Homberger Kirchstraße lässt sich offenbar nicht so schnell wieder herrichten, wie geplant. Die 34 Brandopfer sind momentan in einer Turnhalle untergebracht. In der kommenden Woche sollen sie dann in Abrisshäuser in Marxloh umgesiedelt werden.

Duisburg-Homberg/Marxloh. Seit fast anderthalb Wochen leben die Opfer des Brandes an der Homberger Kirchstraße(wir berichteten) inzwischen in einer benachbarten Turnhalle. In andere Wohnungen hatten sie bisher nicht umgesiedelt werden können, ihr früheres Zuhause lässt sich offenbar nicht auf die Schnelle wieder herrichten. „Der Zustand ist untragbar“, sagt Stadtdirektor Reinhold Spaniel.

Ab kommendem Montag sollen die 34 Männer, Frauen und Kinder umgesiedelt werden, übergangsweise sollen sie in für Endes des Jahres zum Abriss freigegebene Häuser an der Wiesenstraße in Marxloh ziehen. „Diese werden notdürftig hergerichtet“, sagt der Dezernent, der sich von der Aktion erhofft, vier bis sechs Wochen Zeit zu gewinnen. Diese müssten Duisburger Wohnungsbaufirmen jetzt dringend nutzen, um andere Wohnungen für die Brandopfer herzurichten.

Zehn Kinder sind verschwunden

In der Turnhalle an der Kirchstraße leben aktuell übrigens zehn Kinder weniger, als die Feuerwehr beim Brand gerettet hatte: „Sie sind weg“, sagt Spaniel, der davon ausgeht, dass die Kinder hier nicht gemeldet waren und samt Eltern anderswo untergekommen sind.

Beendet haben laut Informationen der Redaktion sämtliche Hilfsorganisationen ihre Einsätze an der Turnhalle. Lediglich die Falken und ein Sicherheitsdienst seien noch vor Ort, die die Menschen unterstützen.