Seit 2006 eine Erfolgsreihe

Es war an einem Freitag im Mai 2006 – da gab es ein Nachtkonzert mit Christian Behrens, Jürgen Kuns und Ludger Morck an Christus-König, im Dunkeln um 22 Uhr. „Die Atmosphäre im schwachen Licht der Kirche war einfach toll“, erinnert sich Morck an das Konzert, das noch zur damaligen Orgeltour zählte. „Das ist so gut angekommen beim Publikum, ich habe mir dann gedacht, daraus eine längere Serie zu machen“, erinnert sich der Kantor.

So startete er schon im Juni darauf die Erfolgsreihe „Freitagsmusik“, die bis heute ohne Unterbrechung an jedem ersten Freitag des Monats in Christus-König stattfindet. „Wir haben die Anfangszeit auf 21 Uhr nach vorne verlegt, weil es sonst spät würde. Somit sind die Besucherzahlen stetig angestiegen.“ Im Durchschnitt liegen sie bei 100 Zuhörern und mehr.

Am heutigen Freitag geht es weiter mit „Capella Palestrina“ – nicht etwa in den Gaza-Streifen, sondern zu einem großen italienischen Renaissance-Komponisten, Giovanni da Palestrina, einem Vorläufer Monteverdis. Das Duisburger Vocal-Ensemble unter Leitung von Andreas Piper hat sich der alten Kirchenmusik verschrieben. Heute können die Zuhörer, mit Geigenbegleitung und einer Sopranistin verstärkt, Titel aus dem frühen Italien der Renaissance hören, aber auch Musik von Tallis, Willard und Bird, englischen Komponisten aus dem 16. Jahrhundert.

„Choral und Jazz“, lautet das Konzept am Freitag, 7. März. Der Duisburger Ausnahmepianist Marius Furche, der schon im letzten Jahr im Zusammenspiel mit Morck brillierte, wird in der 94. Freitagsmusik, im Zusammenspiel mit der Choralschola St. Peter, über Gregorianische Choräle improvisieren, das alte Material ein bisschen „aufpeppen“. Ein Kontrapunkt, könnte eine Messe von Rheinberger sein, die von den Musikern modifiziert wird.

Schlichter wird es dann zur Fastenzeit: Am 4. April kommt ein alter Bekannter, Christian Muche, „der auch guten Jazz auf der Orgel macht“. Es wird eine eigene Komposition des Duisburger Musikers zu hören sein, aber das Hauptthema bleibt Felix Mendelssohn-Bartholdys-F-Moll-Sonate, verbunden mit Auszügen aus Bachs-Kantate „Was Gott tut, das ist wohl getan“, in denen genug Improvisationsmöglichkeiten für den Interpreten bleiben.

Junge Musiker aus der Gemeinde gestalten am 2. Mai die 96. Freitagsmusik mit dem Motto „Special Pipes“. Tonangebend wird der Ausnahme-Klarinettist Eddy Mioska sein, der getragen wird von Orgel, Gitarre und Schlagzeug. „Das wird ein Streifzug quer durch den Garten“, verspricht Morck.

 
 

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