Neubau könnte 2016 beginnen

Noch sind die Feuerwehrleute in der Wache 6 an der Friedrich-Ebert-Straße unterbracht. Das Gebäude ist stark sanierungsbedürftig.
Noch sind die Feuerwehrleute in der Wache 6 an der Friedrich-Ebert-Straße unterbracht. Das Gebäude ist stark sanierungsbedürftig.
Foto: Ulla Emig/WAZ FotoPool
Rat muss am Montag über den Erwerb des Grundstücks an der Lindenallee/Neue Krefelder Straße entscheiden. Baumaßnahme mit 14 Millionen Euro veranschlagt

Duisburg-Rheinhausen.  Bekannt braucht die Feuer- und Rettungswache 6 im Stadtbezirk Rheinhausen an der Friedrich-Ebert-Straße 8 ein neues Domizil. Der Grund dafür ist, dass die heutige, 1942 erbaute Feuerwache stark sanierungsbedürftig ist. So gibt es in den alten Gebäuden gravierende Feuchtigkeitsschäden. Seit langer Zeit schon gibt es Überlegungen für einen neuen Standort der Feuerwache. Der ist inzwischen gefunden. Es soll das Hinterlandgelände der Stadtwerke Duisburg AG an der Lindenallee/Neue Krefelder Straße für den Neubau der Feuerwache 6 erworben werden.

Die Feuerwehrleute dürfte das erfreuen. Denn es gibt nicht nur gravierende Feuchtigkeitsschäden. Auch die haustechnischen Gewerke sind überaltert und müssten komplett erneuert werden. Zudem gibt es aufgrund der veränderten Anforderungen seitens der Feuerwehr erhebliche funktionale Defizite. Bedingt durch die immer größer werdenden Abmessungen der Fahrzeuge der Berufs- und auch Freiwilligen Feuerwehr ist eine problemlose Ein- und Ausfahrt nicht mehr möglich.

Wirtschaftlich nicht vertretbar

Weiterhin haben sich die Anforderungen an die Desinfektionshalle in Bezug auf Größe und Ausstattung erheblich verändert. Eine Sanierung des bestehenden Gebäudekomplexes ist wirtschaftlich nicht vertretbar und macht einen Neubau zwingend erforderlich. Darüber hinaus kann vom jetzigen Standort der Feuerwache 6 die Hilfsfrist von 9,5 Minuten für die Stadtteile Friemersheim und Rumeln-Kaldenhausen nicht eingehalten werden. Im Rahmen der Vorprüfung für einen geeigneten Standort der neuen Feuerwache wurden in Abstimmung mit der Feuerwehr und dem Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement mehrere Alternativstandorte geprüft.

Das Gelände an der Neuen Krefelder Straße/Lindenallee wurde als einziger Standort für geeignet befunden. Die e Verlegung der Feuer- und Rettungswache ist laut Brandschutzbedarfsplan aus einsatztaktischer Sicht zur Einhaltung der Schutzziele (Erreichungsgrad) notwendig.

Der Gelände soll kurzfristig erworben werden. Für die Ratssitzung am 23. November wurde dem Rat eine entsprechende Beschlussvorlage über den Erwerb vorgelegt. Die Baumaßnahme ist im Wirtschaftsplan IMD 2016 mit 14 Millionen Euro aufgeführt. Der Fertigstellungstermin ist für Mitte 2017 geplant. Das aufzugebende Gelände an der Friedrich-Ebert-Straße soll möglichst zusammen mit dem angrenzenden Betriebshof der Wirtschaftsbetriebe Duisburg einer Wohnbebauung zugeführt werden. Hierzu wären noch die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen.

 
 

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